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Störmer Murphy and partners

Kühne + Nagel Centrum Hafencity, Hamburg

Ort
Hamburg
Gebäudekategorie
Büros, Banken
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2006
Material Fassade
Werkstein
Der Neubau des Kühne + Nagel Centrums befindet sich am Grasbrookhafen, einem repräsentativem Standort der HafenCity Hamburg, und bildet somit einen wichtigen Baustein dieses wachsenden Stadtteils. Basierend auf den, im städtebaulichen Masterplan, verankerten Strukturvorgaben ist ein Gebäude mit eigener Identität entstanden, welches sich in seiner gesamten Struktur konsequent dem Wasser zuwendet. Zwei dreigeschossige, um 90 Grad versetzte Winkel umschließen einen Innenhof und öffnen sich mit einem großzügigen Foyer, einem Fenster, zum Grasbrookhafen. Als dritter Baukörper bildet sich im Nordwesten ein 12- geschossiger Turm aus, welcher einen wichtigen städtebaulichen Orientierungspunkt darstellt und den Bezug zur Innenstadt aufnimmt.

Für die neue Deutschlandzentrale von Kühne + Nagel wurde eine Architektursprache gewählt die den international tätigen Logistikkonzern angemessen repräsentiert. Die Ausbildung der Baukörper schafft einen Dialog der Gegensätze mit einer äußeren, in Naturstein und Glas ausgeführten, streng vertikal gegliederten Fassade, die sich als harte Schale selbstbewusst der Speicherstadt zuwendet. Die innere Hoffassade dagegen stellt sich als weiche Haut dar. Diese Glasfassade ist durch auskragenden Deckenplatten in der Horizontalen betont, welche durch abgerundete Ecken das Rechteck des Innenhofes aufheben. Der dreigeschossige, gläserne Eingangsbereich setzt mit seiner Leichtigkeit und Transparenz einen reizvollen Kontrast zur strengen Steinfront der Nordfassade.

Das ausgeführte Konzept schafft attraktive Arbeitsplätze indem es nahezu jedem Mitarbeiter den Blick auf das umgebende Wasser ermöglicht und somit die Bedeutung des Standortes verstärkt. So ist es aufgrund der großzügigen Ausführung des Foyers gelungen, selbst den im östlichen Riegel gelegenen Arbeitsplätzen einen Blick auf den Grasbrookhafen zu ermöglichen. Die einzelnen Büroetagen sind flexibel in ihrer Raumaufteilung und verstärken durch sorgsam gesetzte Akzente die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen. Durch eigens entwickelte Elemente ist ein individuelles Möblierungskonzept entstanden, welches bewegliche Arbeitsflächen und kollektiv genutzte Einrichtungen beinhaltet. Das Corporate Identity wird offensichtlich durch das am oberen Geschoss des Turmes angebrachte, weit in die Ferne leuchtende Firmenlogo unterstützt. Hier befinden sich die Konferenzräume des Unternehmens, die einen überwältigenden Ausblick ermöglichen. Die riesigen Panoramafenster des großen Konferenzbereiches geben den Blick auf das gesamte Hafengebiet und die offene Elbe bis hin zur Köhlbrandbrücke frei. Der kleinere auch als Lounge genutzte Konferenzraum wendet sich der Innenstadt zu und macht sich die besondere Atmosphäre des alten Hamburgs zu eigen.

Das Büro Jan Störmer Partner hatte bei diesem Projekt sowohl die Büroplanung als auch das gesamte Innenraumdesign in Auftrag. In enger Zusammenarbeit mit Kühne + Nagel ist somit ein überzeugendes Gesamtwerk entstanden.

Jan Störmer Partner
08.03.2007