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Sweco Architects

Eröffnung Charité Universitätsmedizin Berlin

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18.10.2012
ERÖFFNUNG DER CHARITÉ-UNIVERSITÄTSMEDIZIN BERLIN  CHARITÉ CROSSOVER
NEUBAU EINER VORKLINIK UND EINES FORSCHUNGSZENTRUMS FÜR NEURO- UND IMMUNWISSENSCHAFTEN

Am Mittwoch, 17.10.2012 fand die Eröffnung der Vorklinik und des Forschungszentrums für Neuro- und Immunwissenschaften der Charité-Universitätsmedizin statt. Mit der Planung und Umsetzung wurde das Architekturbüro Stefan Ludes Architekten GmbH beauftragt, das auf die Planung von Wissenschaft- und Forschungsgebäuden sowie Bauten des Gesundheitswesens spezialisiert ist.  Für das neuentstandene Forschungsgebäude wurde ein städtebauliches und entwurfspezifisches Konzept gefunden, das sowohl die städtebauliche Situation des innerstädtischen Klinik-Campus berücksichtigt als auch den hohen Anforderungen des wissenschaftlichen Arbeitens entspricht.
Eingebunden in das historische Campusgelände Charité Mitte fügt sich der Neubau in seiner Materialität und Proportion in das denkmalgeschützte Ensemble ein. Durch die 3-flügelige Anordnung der Baukörper, die spiegelbildlich zu dem benachbarten MPI -Forschungsgebäude für Infektionsbiologie  korrespondiert, wird ein großzügiger öffentlicher Platz geschaffen, der den Campus nach Süden öffnet und eine fußläufige Verbindung zu dem im Bau befindlichen Bundesministerium für Bildung und Forschung ermöglicht. Als planerischer Schlussstein der historischen Gesamtanlage öffnet sich das neue Forschungsgebäude mit der großzügigen Verglasung des „Fensters der Wissenschaft“ weithin sichtbar gegenüber dem Stadtraum. Die Fassade des Neubaus wurde als klassische Lochfassade konzipiert, die durch ihre einheitliche Rasterstruktur als eigenständiger Baukörper wahrgenommen wird ohne dabei die kleinteilige Struktur der denkmalgeschützten Anlage zu dominieren. Durch die Aufnahme des roten Klinkers als Fassadenmaterial
wird die Materialität der umgebenden Bebauung in einer modernen Adaption zitiert.
 
Der Neubau ist als Stahlbeton-Skelettbau konzipiert, der eine größtmögliche Flexibilität im Hinblick auf die Unterbringung unterschiedlichster Nutzungen ermöglicht. Die Erschließung der dreifllügeligen Anlage erfolgt über ein 6-geschossiges Atrium, das zusammen mit den angrenzenden Besprechungsräumen sowie der Dachterrasse ausreichend Flächen für den formellen wie informellen Kommunikationsaustausch von Wissenschaftlern, Studierenden und Interessierten Personen bietet. Für Symposien und Konferenzen stehen mit dem Fenster der Wissenschaft und dem großen Veranstaltungsraum im Erdgeschoss weitere Räume zur Verfügung.

Funktionen
In das neue Forschungszentrum werden Nutzergruppen aus den Bereichen Grundlagenforschung der Medizinischen Fakultät, Exzellenzcluster NeuroCure sowie der vorklinischen Ausbildung einziehen. Die enge Vernetzung und der direkte Austausch der unterschiedlichen Forschungsbereiche ermöglicht Synergien zwischen wissenschaftlicher Forschung und klinischer Anwendung.
 
Neben dem Haupteingang und dem Kiosk befinden sich im Erdgeschoss die Praktikumsflächen der Lehre sowie der Multiuser-Großgerätebereich, während in den oberen Geschossen die Forschungsbereiche angeordnet sind. So werden die vertikalen Verkehrsströme zwischen den Geschossen auf das nötigste begrenzt.
Die Laborzonen werden an den Fassaden zu Raumgruppen zusammengefasst, wodurch eine Wandelbarkeit der Labormodule in Einzel- und Großraumlabore ermöglicht wird. Die Geräte-, Dunkel- und Kühlräume sind mittig zwischen den Laborzonen in den Dunkelzonen platziert. Die Büroräume sind den Laborzonen direkt zugeordnet. Als Sonderbereich befindet sich die experimentelle Tierhaltung in Ebene 2 und ist über einen Lastenaufzug
direkt mit der Anlieferungszone im Untergeschoß verbunden. Das in Ebene 6 errichtete Radionuklidlabor mit 6 Laboren für die Arbeit mit Isotopen ist als Multi-User-Bereich konzipiert.

Fakten und Daten
Institute: Zell- und Neurobiologie, Molekularbiologie und Bioinformatik, Biochemie, Physiologie,
Neurophysiologie, vegetative Physiologie, Medizinische Physik und Biophysik, Lehr- u. Praktikumsflächen,
Radionuklidlabor, Großgeräte, Versuchstierhaltung (S2) 

Wettbewerb mit vorgeschaltetem VOF-Verfahren 

BAUHERR: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Robert-Koch-Platz 9, 10115 Berlin 

STANDORT: Virchowweg 6, 10117 Berlin 

PROJEKTZEIT: Planungsbeginn: 05/2008, Baubeginn: 11/2009, Fertigstellung: 10/2012 Aushub Baugrube 03/2010, Richtfest 05/2011 

BAULICHE KENNZAHLEN: BGF: 26.000 m², NF: 13.676 m²  KOSTEN: 86 Mio Eur, Förderung Bund 20,75 Mio Eur
 
Weitere Informationen:

Stefan Ludes Architekten GmbH
Dipl.-Ing. Stefan Ludes, Architekt BDA
Kurfürstendamm 177
10707 Berlin
Tel.: 030700 182 0  Fax.: 030  700 182 180
Email: [email protected]
 
Pressekontakt :  Katharina Wagner
Email : [email protected]