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Aussegnungshalle und Friedhof Ingelheim, Frei-Weinheim

Ort
Ingelheim
Gebäudekategorie
Park-/ Grünanlagen
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2012
Material Fassade
Mauerwerk
Architektenpreis
Baukultur in Deutschland - Gestaltungspreis der Wüstenrot-Stiftung
Auszeichnung
1. Preis Realisierungswettbewerb 2008, mit Bayer&Strobel Architekten, Kaiserslautern
Auftraggeber: Stadt Ingelheim am Rhein
Fertigstellung 1. BA 2012, Baukosten Freiraum, 2 Mio. Euro netto
BDA Architekturpreis Rheinland-Pfalz 2012 (Aussegnungshalle)


Ingelheim am Rhein besteht aus mehreren Ortsteilen, der Friedhof in Frei-Weinheim wird zum Hauptfriedhof für die ganze Stadt entwickelt. Der zentrale neue Bereich mit neuer Trauerhalle ist als erster Bauabschnitt realisiert, er umfasst mit 1,6 ha ein Drittel der Erweiterung. Es entstanden unterschiedliche Begräbnisstätten, ein Werkhof und die wesentlichen verknüpfenden Räume. Lindenreihen ordnen den Friedhof der von Obstbäumen bestimmten, niedrigen Felderlandschaft über. Als Abschluss des dörflich anmutenden Frei-Weinheim formuliert die Landschaftsarchitektur eine urbane Raumkante.

Die Trauerhalle mit umfassenden Höfen und Mauern setzt einen neuen Schwerpunkt und definiert den Zugang. Mauer und verschieden dichte und große Baumhaine definieren weitere Räume des Friedhofs. Die Begräbnisfelder liegen höher, dem Grundwasser hinter dem Rheindeich geschuldet, dadurch entstehen zwei Ebenen, die mit Treppen und Rampen verknüpft sind. Die Raum bildenden Mauern sind daher teilweise Stützwände. Sie sind mit Travertinbruchstein verblendet und wurden im Bereich des südlichen Koelreutherienhains mit Kolumbarien aufgedoppelt, als Einfassung und Begräbnisstätte zugleich.
Die Staudenbeete und Rabatten vor den Mauern schaffen mit ihrer gärtnerischen Qualität angenehme Orte. Ein Garten, zwei Haine und ein Platz bilden die Mitte des zukünftigen Hauptfriedhofes, hier steht auch das im Gelände aufgefundene historische Wegekreuz.
Der funktionale Ort Friedhof ist atmosphärisch stark und in seinen Nutzungsmöglichkeiten wirklich ein öffentlicher Ort geworden.