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wiewiorra hopp schwark architekten

Ort und Illusion

Terminart
Ausstellung
Termin
19.01.2018 - 03.03.2018
Eröffnung 18.1.2018 um 19 Uhr
Ort
Architektur Galerie Berlin

Adresse
Karl-Marx-Allee 96
10243 - Berlin

Weitere Informationen
Die Ausstellung von Wiewiorra Hopp Schwark thematisiert den kurz vor der Fertigstellung stehenden Ergänzungsneubau für das Finanzamt Oranienburg. Obwohl die Bauaufgabe eine eher profane ist, standen die Architekten dabei vor einer besonderen Herausforderung: Die Behörde befindet sich im ehemaligen Leitungsgebäude des KZ Sachsenhausen, so dass der Neubau unmittelbar an historisch „kontaminierte“ Substanz andockt. Vor diesem Hintergrund haben die Architekten eine Entwurfsidee entwickelt, die einen Bogen vom Ort als Inspirationsquelle zur Illusion als konkretem gestalterischen Mittel spannt.
Städtebaulich nimmt der Neubau keinen Bezug zu den bestehenden Gebäuden auf. Auch architektonisch ist er nicht sichtbar mit dem Altbau verbunden. Darüber hinaus werden weder der Eingang noch die Geschossigkeit thematisiert: Der Neubau erscheint wie ein abstraktes Objekt.
Die weit über reine Abstraktion hinausreichende Wirkung wird durch die besondere Gestaltung der Fassade erreicht. Drei Fassadenbänder mit verschobenen Öffnungen für lediglich zwei Geschosse führen scheinbar zur Aufhebung der Parallelität der waagerechten Linien – ein optischer Täuschungseffekt, der auch als „coffeehouseillusion“ bekannt ist und dem Neubau die selbstreferentielle Anmutung eines Kunstobjektes verleiht.
Durch den gefalteten Grundriss entstehen in der Fassade außerdem Reflexionen und Transparenzen, die visuell und im übertragenen Sinne die Wahrnehmung schärfen.
Zur Veranschaulichung dieser Aspekte haben Carsten Wiewiorra, Anna Hopp und Guido Schwark eine raumfüllende Installation entworfen. Sie thematisiert nicht nur die Entwurfsparameter, sondern ist als Raumplastik so in der Galerie positioniert, dass der entstehende räumliche Dialog eine eigenständige Charakteristik generiert.