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wörner traxler richter

Klinikum Offenbach

Ort
63069
Projektdaten
Projektdaten
Auftraggeber: Klinikum Offenbach GmbH
Leistung: LP 1-9
Baukosten brutto: 160.000.000 €
Fertigstellung: 2010
Nutzfläche: 29.040 m²
BGF: 59.050 m²
BRI: 237.960 m³

Städtebau

Der Neubau des Klinikums Offenbach, einem Krankenhaus der Maximalversorgung, stellt die größte Investitionssumme der Stadt seit dem Kriegsende dar. Mit der Entscheidung für diesen Neubau erhält Offenbach aber nicht nur eine der modernsten Kliniken Deutschlands, sondern erfährt zudem einen hohen städtebaulichen Gewinn und ein hohes Entwicklungspotential Nach dem Umzug in den Neubau werden mehrere Gebäude auf dem Klinikgelände zurückgebaut, darunter das dominante 17-geschossige Zentralgebäude und ein oberirdischer Bunker. So können sich künftig neben dem Klinikneubau auch weitere krankenhausnahe Nutzungen um einen großzügigen Campus ansiedeln.


Bauliche Konzeption
Das gesamte Klinikum wird in einem sechsgeschossigen, kammförmigen Gebäude untergebracht - die Untersuchungs- und Behandlungsbereiche in den unteren, die Patientenbereiche in den oberen Geschossen.
Insbesondere das prägnante Farb- und Fassadenkonzept wird dem neuen Klinikum ein unverwechselbares Image verleihen. Die in Rot- und Brauntönen changierende Fassadenhaut des Neubaus bildet einen spannungsvollen Kontrast zu der großzügigen Glasfassade der Eingangshalle.
Diese ist neben ihrer Funktion als Empfangs-, Aufenthalts- und Erschließungsbereich zugleich eine belebte, öffentliche Ladenzone. Sie erstreckt sich komplett über die Längsseite des Neubaus – gegliedert durch die ihrer nördlichen Seite vor gelagerte Cafeteria und die Tommyhall an ihrer südlichen Seite. Letztere dient der Krankenversorgung und zusätzlich als Sporthalle für Behindertensport und „Eventlocation“ für Veranstaltungen aller Art.
Die Längswand zwischen der Glashalle und den eigentlichen Funktionsbereichen ist das sogenannte „Verteilerband“ in die verschiedenen Kliniken. Rot, orange, gelb und grün markierte Aufzugskerne unterstützen das für das Haus entwickelte Leitsystem.


Pflegebereiche
Die Gebäudestruktur ermöglicht die Bildung flexibler Stationsgrößen und damit die Anpassung an das jeweilige Patientenaufkommen. Die Zimmer in den Verbindungsbereichen zwischen den Kernstationen können je nach Bedarf dem einen oder anderen Pflegestützpunkt zugeordnet werden.
Ein besonderes Augenmerk galt einer besonderen Lichtgestaltung und dem Einsatz von Farben und Materialien, um atmosphärisch angenehme Patientenzimmer mit Hotelcharakter zu schaffen. Niedrige Brüstungen ermöglichen dem liegenden Patienten Ausblicke ins Grüne, die Fensterbänke werden zu Sitzflächen. Farbig abgesetzte Wandflächen, Einbauschränke aus hellem Holz und Beistellelemente bilden die Bettplätze zu kleinen, persönlichen Bereichen aus.