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wurm + wurm

Mediathek Oberkirch

Ort
Oberkirch
Gebäudekategorie
Bibliotheken, Archive
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2010
Material Fassade
Beton
Architektenpreis
2012 ECOLA Award
European conference of leading architects
Nominierung
2014 Beispielhaftes Bauen im Ortenaukreis der AKBW
Das Architekturbüro Wurm + Wurm hat im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung im September 2007 den Neubau der Mediathek Oberkirch für sich entschieden. Es folgte der Baubeginn im November 2008 und die Fertigstellung im Februar 2010.

Auf ca. 2100qm Bruttogrundfläche verteilen sich folgende Nutzungseinheiten: Mediathek (ehem. Stadtbibliothek) mit 1000 qm Nutzfläche, Veranstaltungsraum mit 185 qm Nutzfläche, Stadtarchiv mit 350 qm Nutzfläche

Die Mediathek ist über drei Ebenen mit einem offenen, organisch geformten Treppenhaus verbunden. Die zentral positionierte Erschließung dient nicht nur als Bewegungs- und Kommunikationszone, sondern ist mit dem großzügig verglasten Oberlicht ein Belichtungselement für die innenliegenden Nutzungszonen. Die Fassaden, mit den groß ausgeschnittenen Fensteröffnungen, werden wie Schaufenster nach Außen begriffen, die vielfältige und spannende Ausblicke in den umgebenden Stadtraum erlauben. Die äußeren, helleren Fensterbereiche dienen als Lese- und Aufenthaltszonen, in denen teilweise mäanderförmige Leseplätze eingebaut sind.

Bei der Planung des Gebäudes wurde neben der markanten städtebaulichen Architektur besonders darauf geachtet, eine hohe Aufenthaltsqualität für die Besucher zu schaffen. Im gesamten Gebäude findet man bequeme Sitzmöbel, die auch in den Freibereichen der Leseterrassen zum Verweilen einladen. Durch die plastische Architektur, die kontrastreich im Sonnenlicht modelliert ist, schafft das Gebäude einen sinnlichen Erlebnisraum, der den Bürgern als kommunikativer Mittelpunkt dienen soll, in dem allen Generationen die vielfältigen Medien- und Informationstechniken zugänglich sind.

Die solitären Wohnkuben, welche die bestehende städtebauliche Struktur fortschreiben sind bislang nicht realisiert.

Fotograf: Guido Gegg