SCHMELZLE+PARTNER
Industriebau bedeutet Weiterbauen. Die aktuelle Erweiterung, Bauabschnitt III der Pfalzgraf Konditorei, folgt einem Masterplan aus dem Jahr 2007 und führt diese frühe Planung nun konsequent zu Ende.
Am 23. Mai 2015 zerstörte ein Großbrand die über 20.000 Quadratmeter große Produktionsstätte, eine der größten Brandkatastrophen in Baden-Württemberg seit dem Zweiten Weltkrieg. Mit rund 30 Partnern gelang der Wiederaufbau in Rekordzeit: Nach neun Monaten lief die Produktion wieder an, 2020 war er formal abgeschlossen. Seither wurde konsequent am ursprünglichen Masterplan weitergebaut.
Mit der Fertigstellung 2025 schließt sich die Baulücke zwischen den bereits statisch vorbereiteten Bauabschnitten 1 und 2 zu einem durchgängigen Ensemble, die Tageskapazität steigt auf 40.000 Kuchen und Torten. Gebaut wurde im laufenden Betrieb: Während auf einer Gebäudeseite produziert wurde, entstanden auf der anderen neue Stahlbetonwände, ohne dass die Fertigung eine Unterbrechung erfuhr.
Architektonisch prägend ist der geschwungene Stahlbau, der das zentrale Technikplenum über der gesamten Produktion aufnimmt und die äußere Gebäudekontur definiert. Wechselnde Höhen und Volumina der technischen Anlagen, von großen Lüftungsgeräten bis zu kleinteiligen Leitungsführungen, erklären die markante, geschwungene Dachform. Weiße Aluverbundpaneele und Stehfalzblech an Nordfassade und Dach fassen den Baukörper zu einem klar ablesbaren, industriellen Volumen zusammen, während großzügige Fensterbänder an Ost- und Westfassade Tageslicht tief ins Gebäude führen.
Materialität und Organisation folgen der Reinraumproduktion. Begehbare Hygienepaneeldecken erlauben Revisionsarbeiten direkt vom Technikplenum aus, ein schwarzes Treppenhaus erschließt es separat für externe Wartung, ein weißes dient der internen Erschließung innerhalb der sauberen Zone, konsequent getrennt für dauerhaft hohe hygienische Standards. Im Innenraum dominieren weiße Hygienepaneele und technisch präzise Oberflächen, ausbalanciert durch einen warm eingefärbten Polyurethanboden und entsprechend abgestimmte Beleuchtung, die eine angenehme Raumatmosphäre schaffen. Große Spannweiten und demontierbare Hygienepaneelwände ermöglichen künftige Anpassungen ohne Eingriffe ins Tragwerk.
Energetisch setzt der Neubau auf eine Photovoltaikanlage mit 429 kWp auf der gesamten Dachfläche, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine vollflächige Betonkernaktivierung für schnelle Trocknung nach der nächtlichen Reinigung. Mit dem BA III findet der über fast zwei Jahrzehnte entwickelte Masterplan seinen technisch präzisen Abschluss, zertifiziert nach dem Qualitätssiegel QNG-Plus für hohe ökologische, ökonomische und soziale Standards und langfristige Nutzungsflexibilität.
Am 23. Mai 2015 zerstörte ein Großbrand die über 20.000 Quadratmeter große Produktionsstätte, eine der größten Brandkatastrophen in Baden-Württemberg seit dem Zweiten Weltkrieg. Mit rund 30 Partnern gelang der Wiederaufbau in Rekordzeit: Nach neun Monaten lief die Produktion wieder an, 2020 war er formal abgeschlossen. Seither wurde konsequent am ursprünglichen Masterplan weitergebaut.
Mit der Fertigstellung 2025 schließt sich die Baulücke zwischen den bereits statisch vorbereiteten Bauabschnitten 1 und 2 zu einem durchgängigen Ensemble, die Tageskapazität steigt auf 40.000 Kuchen und Torten. Gebaut wurde im laufenden Betrieb: Während auf einer Gebäudeseite produziert wurde, entstanden auf der anderen neue Stahlbetonwände, ohne dass die Fertigung eine Unterbrechung erfuhr.
Architektonisch prägend ist der geschwungene Stahlbau, der das zentrale Technikplenum über der gesamten Produktion aufnimmt und die äußere Gebäudekontur definiert. Wechselnde Höhen und Volumina der technischen Anlagen, von großen Lüftungsgeräten bis zu kleinteiligen Leitungsführungen, erklären die markante, geschwungene Dachform. Weiße Aluverbundpaneele und Stehfalzblech an Nordfassade und Dach fassen den Baukörper zu einem klar ablesbaren, industriellen Volumen zusammen, während großzügige Fensterbänder an Ost- und Westfassade Tageslicht tief ins Gebäude führen.
Materialität und Organisation folgen der Reinraumproduktion. Begehbare Hygienepaneeldecken erlauben Revisionsarbeiten direkt vom Technikplenum aus, ein schwarzes Treppenhaus erschließt es separat für externe Wartung, ein weißes dient der internen Erschließung innerhalb der sauberen Zone, konsequent getrennt für dauerhaft hohe hygienische Standards. Im Innenraum dominieren weiße Hygienepaneele und technisch präzise Oberflächen, ausbalanciert durch einen warm eingefärbten Polyurethanboden und entsprechend abgestimmte Beleuchtung, die eine angenehme Raumatmosphäre schaffen. Große Spannweiten und demontierbare Hygienepaneelwände ermöglichen künftige Anpassungen ohne Eingriffe ins Tragwerk.
Energetisch setzt der Neubau auf eine Photovoltaikanlage mit 429 kWp auf der gesamten Dachfläche, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine vollflächige Betonkernaktivierung für schnelle Trocknung nach der nächtlichen Reinigung. Mit dem BA III findet der über fast zwei Jahrzehnte entwickelte Masterplan seinen technisch präzisen Abschluss, zertifiziert nach dem Qualitätssiegel QNG-Plus für hohe ökologische, ökonomische und soziale Standards und langfristige Nutzungsflexibilität.




