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gernot schulz : architektur GmbH
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Es ist an der Zeit innerhalb der Diskussion über Architektur einen Aspekt (wieder) in den Mittelpunkt der architektonischen Arbeit zu stellen, der allenfalls noch für sakrale oder museale Bauaufgaben als angemessen erscheint oder aber in so unterschiedlichen Sinnbezügen – auch fachfremd - verwendet wird, dass seine eigentliche Bedeutung verloren scheint:

Der architektonische Raum, der besondere Raum, der in drei Dimensionen erdachte und mit allen Sinnen erfahrbare Raum.

Gemeint ist hier der Raum, der den Benutzer und Betrachter erfreut, für sich einnimmt, ihn inne halten und staunen lässt. Räume, in denen Kinder instinktiv in die Hände klatschen, um sich am Hall zu erfreuen, Räume, die uns zur Ruhe auffordern. Räume die zum Berühren der Wände verleiten, Räume mit Licht- und Schattenwurf, Räume die unantastbar erscheinen.

„Der Architekt entwirft heute die Fassade und allenfalls noch das Foyer". Diesem auch unter Architekten verbreitetem Denken wollen wir durch eine Ausbildung begegnen, die die Architekten von morgen in die Lage versetzen, wieder Raumereignisse zu erschaffen, zu bewerten, an ihrer Entstehung mitzuwirken oder aber auf Bauherrenseite diese zu fordern und/oder zu fördern.

Dies können sowohl Innen- als auch Aussenräume sein. Wir benötigen: Raum, Licht, Material – Mut und Wissen.

Schon diese - zugegeben vereinfachte – Aufzählung deutet darauf hin, dass die Bereiche Entwerfen und Konstruieren sich bedingen. Wir streben eine ganzheitliches Denken und Arbeiten an - jenseits von Stilen, Moden und Paradigmen.

Wir wollen die Grenzen aufheben zwischen Aussen- und Innenarchitektur, Konstruktion und Ausbau, Nutzen und Ästhetik.

Solche Räume zu erdenken und zu bauen bedarf es Mut (nicht Übermut!), denn solche Räume beziehen Stellung, sagen: „hier ist eine Wand, und hier ein Fenster, diese Oberfläche ist hart, diese weich, jene dunkel oder hell"; ein „so oder auch anders" genügt uns nicht.

Solche Räume zu konstruieren bedarf es Wissen, denn die schönste Raumidee verpufft, ist sie nicht aus schönen dauerhaften Materialien präzise erdacht und mit Sorgfalt gefügt.

Der Architekt ist mehr als der Moderator, er ist Vordenker!

Es ist dem Genius und Anspruch von Architekten (und denen, die sie beriefen und machen ließen) zu verdanken, das aus alltäglichen „profanen" Bauaufgaben „Raumereignisse" wurden, die aus und mit den Mitteln und der Geschichte des jeweiligen Ortes Neues erschaffen und/oder Altes bewahren und fortschreiben.

Beispiele:

F.L. Wright, Guggenheim Museum in New York, USA

L. Kahn, Bibliothek in Exeter, USA

L. Kahn, Salk Institute in San Diego, USA

R. Meier, Getty Foundation in Los Angeles, USA Diese sechs Beispiele für unterschiedliche „profane" Bauaufgaben, aus verschiedenen Ländern, verschiedenen Epochen und verschiedenen Stilen haben eins gemeinsam: Es war der Architekt, der „zwischen den Zeilen" der gestellten Bauaufgabe einen Raum erdacht hat, welcher das Gebäude prägt, die Nutzer immer wieder aufs Neue fasziniert und durch eine ganzheitliche Betrachtung von Konstruktion, Licht und Material dem Gebäude zu einer in keiner Tabelle erfassbaren Nachhaltigkeit verhalf.

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