agn Niederberghaus & Partner
Spatenstich in Berlin-Tegel: Vom Flughafen zur Hochschule
agn Niederberghaus & Partner GmbH
Das ehemalige Terminal A des Flughafens Berlin-Tegel wird für die Berliner Hochschule für Technik (BHT) umgebaut. Damit entsteht ein wichtiger Baustein der Urban Tech Republic (UTR), einem rund 200 Hektar großen Forschungs- und Industriepark. Am 27. Juli 2026 fand der symbolische Spatenstich statt im Beisein von Berlins Senator Christian Gaebler, Senatorin Dr. Ina Czyborra, Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner, BHT-Präsidentin Dr. Julia Neuhaus und weiteren Beteiligten.
Im Rahmen eines Vergabeverfahrens erhielt agn Anfang 2017 den Zuschlag zur Generalplanung für das komplexe Großprojekt. Bereits in den vergangenen Jahren wurde intensiv an der Vorbereitung der Umnutzung gearbeitet. Seit Anfang 2023 laufen die vorgezogenen Maßnahmen. Dazu gehört die Entkernung und Schadstoffsanierung des Gebäudes, Abbrucharbeiten in den Außenbereichen, die Demontage veralteter technischer Anlagen sowie die Einlagerung von rund 40.000 erhaltenswerten, geschützten Bauteilen.
Vom Terminal zur Hochschule
Die besondere Architektur und die Geschichte des Ortes machen das Projekt zu einer außergewöhnlichen Aufgabe. Das markante Erscheinungsbild des Gebäudes bleibt erhalten. Vier, rote Fluggastbrücken prägen auch künftig seinen Charakter. Gleichzeitig wandeln sich die Parkdecks im Innenring zu einem grünen Campusplatz mit hoher Aufenthaltsqualität. Durch den teilweisen Rückbau der früheren Umfahrung entsteht zudem der sogenannte Skywalk als neues Erschließungs- und Wegekonzept für die Hochschule.
Zugleich orientiert sich die Planung konsequent an den Anforderungen der Hochschule. Alle Fachbereiche werden künftig unter einem Dach gebündelt und so angeordnet, dass kurze Wege und enge Verbindungen entstehen. Gerade bei einem Sanierungsprojekt dieser Größenordnung zeigt sich der Vorteil interdisziplinärer Generalplanung und kurzen Abstimmungswegen innerhalb des Projektteams.
Digitales Denkmal dank BIM
Ein wesentlicher Baustein zum Projekterfolg ist die Arbeit mit der BIM-Methode Building Information Modeling. Wegen des laufenden Betriebs und stark eingeschränkter Begehungsmöglichkeiten wurde das Gebäude bei Projektbeginn per Laserscanning vermessen. Aus den dabei entstandenen Punktwolken entwickelten die BIM-Spezialistinnen und -Spezialisten von agn ein detailliertes 3D-Modell. Ergänzend wurde das Gebäude im Inneren gefilmt, sodass dieses von den Planenden mithilfe von 360-Grad-Panoramen digital begehen werden kann.
Nachhaltige Energie für den Campus
Auch bei der Energieversorgung setzt das Projekt auf innovative Lösungen. Geplant ist ein sogenanntes LowEx-System, also ein Niedertemperaturnetz für die Wärme- und Kälteversorgung. Anders als konventionelle Wärmenetze arbeitet dieses mit Temperaturen unter 50 °C. Das spart Ressourcen und reduziert Energieverluste.
Das ehemalige Flughafengebäude bietet dafür gute Voraussetzungen. Verschiedene Energiequellen auf dem gesamten UTR-Gelände können eingebunden werden, darunter Geothermie, Wärmerückgewinnung aus Abwasser, Oberflächengewässer, Photovoltaik, Kleinwindkraft und Blockheizkraftwerke. So entsteht ein vernetztes Energiesystem für den gesamten Campus, das flexibel nutzbar ist und nachhaltige Synergien schafft.
Ein Projekt, das viele Zukunftsthemen vereint
Das Umbauprojekt in Berlin-Tegel bündelt zahlreiche zentrale Themen des Bauens: Bestandserhalt, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung, Schadstoffsanierung, Nutzungsvielfalt, digitale Planung und komplexe rechtliche Anforderungen. Kurze Abstimmungswege und gebündelte Expertise in der Generalplanung helfen dabei, diese Komplexität zu steuern und zum Projekterfolg zu führen.
Im Rahmen eines Vergabeverfahrens erhielt agn Anfang 2017 den Zuschlag zur Generalplanung für das komplexe Großprojekt. Bereits in den vergangenen Jahren wurde intensiv an der Vorbereitung der Umnutzung gearbeitet. Seit Anfang 2023 laufen die vorgezogenen Maßnahmen. Dazu gehört die Entkernung und Schadstoffsanierung des Gebäudes, Abbrucharbeiten in den Außenbereichen, die Demontage veralteter technischer Anlagen sowie die Einlagerung von rund 40.000 erhaltenswerten, geschützten Bauteilen.
Vom Terminal zur Hochschule
Die besondere Architektur und die Geschichte des Ortes machen das Projekt zu einer außergewöhnlichen Aufgabe. Das markante Erscheinungsbild des Gebäudes bleibt erhalten. Vier, rote Fluggastbrücken prägen auch künftig seinen Charakter. Gleichzeitig wandeln sich die Parkdecks im Innenring zu einem grünen Campusplatz mit hoher Aufenthaltsqualität. Durch den teilweisen Rückbau der früheren Umfahrung entsteht zudem der sogenannte Skywalk als neues Erschließungs- und Wegekonzept für die Hochschule.
Zugleich orientiert sich die Planung konsequent an den Anforderungen der Hochschule. Alle Fachbereiche werden künftig unter einem Dach gebündelt und so angeordnet, dass kurze Wege und enge Verbindungen entstehen. Gerade bei einem Sanierungsprojekt dieser Größenordnung zeigt sich der Vorteil interdisziplinärer Generalplanung und kurzen Abstimmungswegen innerhalb des Projektteams.
Digitales Denkmal dank BIM
Ein wesentlicher Baustein zum Projekterfolg ist die Arbeit mit der BIM-Methode Building Information Modeling. Wegen des laufenden Betriebs und stark eingeschränkter Begehungsmöglichkeiten wurde das Gebäude bei Projektbeginn per Laserscanning vermessen. Aus den dabei entstandenen Punktwolken entwickelten die BIM-Spezialistinnen und -Spezialisten von agn ein detailliertes 3D-Modell. Ergänzend wurde das Gebäude im Inneren gefilmt, sodass dieses von den Planenden mithilfe von 360-Grad-Panoramen digital begehen werden kann.
Nachhaltige Energie für den Campus
Auch bei der Energieversorgung setzt das Projekt auf innovative Lösungen. Geplant ist ein sogenanntes LowEx-System, also ein Niedertemperaturnetz für die Wärme- und Kälteversorgung. Anders als konventionelle Wärmenetze arbeitet dieses mit Temperaturen unter 50 °C. Das spart Ressourcen und reduziert Energieverluste.
Das ehemalige Flughafengebäude bietet dafür gute Voraussetzungen. Verschiedene Energiequellen auf dem gesamten UTR-Gelände können eingebunden werden, darunter Geothermie, Wärmerückgewinnung aus Abwasser, Oberflächengewässer, Photovoltaik, Kleinwindkraft und Blockheizkraftwerke. So entsteht ein vernetztes Energiesystem für den gesamten Campus, das flexibel nutzbar ist und nachhaltige Synergien schafft.
Ein Projekt, das viele Zukunftsthemen vereint
Das Umbauprojekt in Berlin-Tegel bündelt zahlreiche zentrale Themen des Bauens: Bestandserhalt, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung, Schadstoffsanierung, Nutzungsvielfalt, digitale Planung und komplexe rechtliche Anforderungen. Kurze Abstimmungswege und gebündelte Expertise in der Generalplanung helfen dabei, diese Komplexität zu steuern und zum Projekterfolg zu führen.





