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Competence Center Membranes | Ewald Dörken AG

Vernetzte Arbeitswelt - Neubau mit hohem Innovationsanspruch
Foto: aib GmbH/Manuel Kubitza
Foto: aib GmbH/Manuel Kubitza
Ort
Hagen-Vorhalle
Gebäudekategorie
Produktion, Lager
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2022
Material Fassade
Metall
Die Ewald Dörken AG gehört zu den führenden europäischen Anbietern von Baustoffen. Als bislang größte Investition in der Geschichte des Unternehmens entstand das von aib geplante Competence Center Membranes am Standort Hagen-Vorhalle. Der Gebäudekomplex optimiert die Produktion von Baufoliensystemen für den Weltmarkt und ermöglicht neue Geschäftsmodelle. Entsprechend dem damit verbundenen Innovationsanspruch wurde eine offene und vernetzte Arbeitswelt gestaltet. Aus der spezifischen Lage des Werksgeländes im nordrhein-westfälischen Hagen wurde ein Ort mit besonderer Identität entwickelt.

Um die Produktion zu optimieren hatte aib zuvor gemeinsam mit der Ewald Dörken AG eine Bedarfsplanung für den gesamten Standort entwickelt. Für den Neubau des Competence Center Membranes verantwortete aib die Generalplanung. Für die Produktion wurde eine fließende Fertigung mit neuen Anlagen und Technologien, schlanken Abläufen, intelligenten Werkströmen und modernen, sicheren Arbeitsplätzen entwickelt. Dafür baute aib drei Hallenschiffe mit zwei Schleusenbauwerken an die bestehende Produktion an. Neben der neuen Produktion entstand ein L-förmiger Gebäuderiegel, der in einem Arm die produktionsnahen Arbeitsbereiche wie Labor und Werkstatt und im anderen die Büros, die Besprechungsräume und ein Bistro beherbergt. Auch die Sozialräume für alle Mitarbeitenden wurden hier untergebracht.

Ein wesentliches Ziel des Großprojektes ist die Zufriedenheit der Mitarbeitenden mit ihrem zukünftigen Arbeitsumfeld. Die Belegschaft wurde daher frühzeitig am Planungsprozess beteiligt und deren Wünsche und Anforderungen in eine offene und flexible Arbeitsumgebung übertragen. Der L-förmige Kopfbau mit den Büro- und Sozialräumen vor der eigentlichen Produktionshalle umschließt einen begrünten Gartenhof, der als Erholungs-, aber auch als Arbeitsbereich genutzt werden kann. Im Riegelbau wurde eine moderne und sehr kommunikative Arbeitsumgebung gestaltet, in der die Beschäftigten aus der Produktion und aus der Verwaltung ständig aufeinandertreffen, sich auf kurzem Wege austauschen oder gemeinsam Pause machen. Die Grundrisse sind nach Möglichkeit offen gestaltet und für verschiedene Arbeitsformen nutzbar.

Mit dem flexiblen Konzept des Arbeitsumfelds lässt sich der Baukomplex mit wenigen Eingriffen und damit ressourcenschonend an neue Anforderungen anpassen. Auch die Konstruktion des Neubaus aus Stahlbetonfertigteilen ermöglicht eine nachhaltige Nutzung. Mit der Verwendung von TT-Platten konnten Materialverbrauch und Bauzeit gleichermaßen optimiert werden. Der Innenausbau folgt der Logik, dass die Baukonstruktion, der Ausbau und die technische Gebäudeausrüstung unterschiedliche Lebenszyklen haben: Die Baukonstruktion bleibt überwiegend unverkleidet und damit sichtbar. Die Technische Gebäudeausrüstung ist grundsätzlich offen geführt und einfach zugänglich. Zukünftige baulich erforderliche Anpassungen lassen sich somit einfach durchführen.

Ein besonderer Wert wurde auf eine ansprechende Architektursprache des Competence Centers Membranes gelegt. Lange Fensterbänder gliedern den L-förmigen Kopfbau und lassen viel Licht ins Innere. Eine ungewöhnliche Verkleidung des Baukörpers mit Streckmetall-Gittern und hellgrünen Fassadenbahnen zeigt die Anwendung von hier gefertigten Baufolien. Gleichzeitig entsteht mit dem gestalteten Außenraum ein freundliches und einladendes Gesamtbild. Die Effizienz der Fertigung korrespondiert auf diese Weise mit der Schaffung von Wohlfühlräumen für die Belegschaft.