APB. Architekten und Stadtplaner
PIK AS Obdachlosennotunterkunft, Hamburg-Neustadt
Jakob Börner
| Nach Überprüfung des historischen Bestandsgebäudes der PIK AS Obdachlosennotunterkunft von 1911 im Rahmen des Vorentwurfes konnte Auftraggeberin und Behörden davon überzeugt werdenden Altbau zu erhalten und durch einen Neubau als Blockrandschließung zu ergänzen. Die Gebäude sind durch 3 Höfe miteinander verbunden welche gleichzeitig das menschenwürdige und geschützte Nebeneinander von Obdachlosen und Bewohnern des Stadtblocks ermöglichen sollen. Über den „Arkadenhof“ gelangen die „Klienten“ in die Übernachtungseinrichtung. Daneben gibt es einen „Mitarbeiterhof“ für die Betreiber der Einrichtung sowie einen „Werkhof“ zur Anlieferung dient. Im kernsanierten Bestandsbau von 1911 sind insgesamt 108 Zimmer zur Übernachtung geplant, sowie weitere Räume, die für die Nutzung der sozialen Einrichtung notwendig sind. Im Erdgeschoss befinden sich der Empfangsbereich, mit dem Check-in, ein Bäderland, eine Werkstatt, Wasch- und Umkleideräume, sowie Verwaltungsräume. Im ersten Obergeschoss befinden sich eine Küche mit Speiseraum, weitere Verwaltungsräume, sowie eine Schwerpunktpraxis, an die einige der Übernachtungsräume anschließen. Alle weiteren Zimmer, die für die Übernachtung der Klienten geplant sind, befinden sich auf den oberen Geschossen. Lager und Technikflächen, sowie zusätzliche Sanitärbereiche sind auf allen Geschossen geplant. Von den Zimmern sind 23 als 1-Bett Zimmer geplant, 2 davon als hundetaugliche Variante und 2 als Krankenzimmer, sowie 3 als Isolationszimmer welche der geplanten Schwerpunktpraxis zugeordnet sind. Im Neubau an der Neustädter Straße sind, ab dem 1. OG, insgesamt 33 Zimmer die als Lebensplätze, einer wohnähnlichen Nutzung, ausgewiesen werden sollen. Zusätzlich sind im Erdgeschoss ein Empfangsbereich und ein Verwaltungsbereich, ein Multifunktionsraum, ein Technikraum und eine extern nutzbare Gewerbefläche als Ladenlokal. Die Fassaden des Neubaus sind zur Neustäter Straße in Klinker und rot eingefärbten Betonfertigteilen im Sockelbereich gehalten. Der Baukörper staffelt sich in den Obergeschossen und bildet eine Torsituation in den Innenhof aus. Die Materialität der roten Betonfertigteile zieht sich als Verbindendes Element zwischen Neubau und Altbau auch in den „Arkadenhof“ im Blockinneren. Die Innenhoffassade des Neubaus ist in grünen Fliesen gehalten. Der Bestand bleibt mit seiner eindrucksvollen Klinkerfassade erhalten. |
Realisierung 2022-2026



