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Arup

BRITA-Campus

Wie ein neuer Campus Ressourcen schont und flexibles Arbeiten fördert
Simon Menges & Nino Tugushi
Simon Menges & Nino Tugushi
Ort
Taunusstein
Gebäudekategorie
Büro und Verwaltung
Bauvorhaben
Erweiterung
Jahr der Fertigstellung
2024
Material Fassade
Glas
Der neue BRITA-Hauptsitz verbindet Bestand, Erweiterung und Freiraum zu einem identitätsstiftenden Campus.

Pünktlich zum sechzigjährigen Jubiläum eröffnete die BRITA Gruppe ihren um rund 10.000 m² Bruttogeschossfläche erweiterten Stammsitz. Die Campus-Planung verfolgt einen schrittweisen Ausbau: in der ersten Phase wurden 2 von insgesamt 5 geplanten Büroneubauten und ein zentrales Empfangsterminal realisiert, das ehemalige Verwaltungsgebäude umfassend modernisiert und die frühere Produktion für Forschung und Entwicklung umgewidmet.

Dank des modularen Aufbaus der 3- bis 5-geschossigen Neubauten entsteht ein flexibles und anpassungsfähiges Gebäudekonzept. Realisiert in ressourcenschonender Holzhybridbauweise, übernehmen Holzstützen die vertikale Lastabtragung. Holz-Beton-Verbunddecken verbinden die Vorteile nachwachsender Materialien mit den hohen Ansprüchen an statische und bauphysikalische Eigenschaften.

Offene Bürolandschaften bieten mit 5 verschiedenen Grundrisstypologien Raum für fokussiertes und gleichzeitig entspanntes Arbeiten. Auch der Außenraum kann zum Arbeiten genutzt werden. Große Fensterflächen lassen viel Tageslicht ins Innere und schaffen einen engen Bezug zur Landschaft. Lüftungsflügel ermöglichen eine natürliche Belüftung. Filigrane Stahlbalkone dienen der Wartung, spenden Schatten und reduzieren ebenso wie das Sonnenschutzglas die sommerliche Wärmebelastung. Für Heizung und Kühlung kommen Wärmepumpen und ein Erdsondenfeld zum Einsatz, die adiabate Kühlung nutzt gesammeltes Regenwasser von den Gründächern.

Als Generalplaner verantwortete Arup sämtliche Architektur- und Ingenieurleistungen und gemeinsam mit Hofmann-Röttgen Landschaftsarchitekten BDLA die Freiraumplanung. Die digitale Planung ermöglichte eine effiziente Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten und unterstützte die Entwicklung eines integrierten Entwurfs. Eine Arbeitswelt für die Zukunft an diesem traditionsreichen Standort.