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ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS

Richtfest für den Neubau der Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr

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14.01.2014
Düsseldorf/Köln, 10. Januar 2014.

Die Arbeitsgemeinschaft HPP / ASTOC plant und realisiert seit 2011 im Auftrag des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW die Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr. Die staatliche Hochschule mit den Schwerpunkten Informatik, Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Naturwissenschaften und Wirtschaft (sogenannte MINT-Fächer) entsteht bis Anfang 2015 im Stadtteil Broich.

Am 15. Januar 2014 wird unter der Anwesenheit von Minister Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW und Prof. Dr. Eberhard Menzel, Präsident der Hochschule Ruhr West das Richtfest für die Campus-Neubauten gefeiert.

Die Rohbauarbeiten wurden innerhalb von elf Monaten abgeschlossen. Dafür arbeiteten zu Spitzenzeiten rund 165 Rohbauarbeiter am Tag und verbauten 32.000 Kubikmeter Beton, das entspricht rund 4.600 LKW-Ladungen, sowie 4.500 Tonnen Baustahl. Gegründet ist der neue Campus auf circa 375 Bohrpfählen mit bis zu 20 Metern Länge.

Die Arbeitsgemeinschaft HPP Architekten / ASTOC Architects and Planners erhielt im März 2011 den Generalplanungsauftrag zur Neugestaltung des 40.500 Quadratmeter großen ehemaligen Bahnareals an der Duisburger Straße. Vorausgegangen war ein europaweit ausgeschriebenes Bewerbungsverfahren mit zweistufigem Wettbewerb. Es galt, einen urbanen Hochschulcampus mit hoher Identität, Aufenthaltsqualität und Nutzungsflexibilität zu schaffen.

Die Hochschule Ruhr West ist Teil einer landesweiten Initiative zur Entwicklung neuer Hochschulen. Mit insgesamt acht Gebäuden (vier Institutsgebäude, Bibliothek, Hörsaalzentrum, Mensa und Parkhaus) sowie großflächigen Außenanlagen erreicht  der Campus die Dimensionen eines eigenständigen Quartiers. Die HRW fungiert jedoch nicht nur als neue Bildungseinrichtung, sondern zugleich auch als wichtiger Bestandteil einer Stadtentwicklungskonzeption für das gesamte Umfeld der Hochschule. Daher orientieren sich die verschiedenen Gebäude des Campus in Bezug auf Volumen und Höhenentwicklung an der Umgebung und öffnen sich bewusst zum Stadtteil und zu den angrenzenden Nutzungen.

Insgesamt werden 62.500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche für moderne Forschung und Lehre sowie öffentliche Veranstaltungen realisiert. Das äußere Erscheinungsbild der 2- bis 6-geschossigen Baukörper ist von Ziegelfassaden und großflächigen Bandfenstern mit vertikalen Verschattungslamellen geprägt. Im Inneren erzeugen Sichtbetonwände und -böden den gewünschten Werkstattcharakter, der durch farbiges Mobiliar aufgelockert wird. Flexible Grundrisse bei den Institutsgebäuden erlauben die Nutzung durch unterschiedliche Lehreinrichtungen.  

Offen und mit der Umgebung vernetzt wird die Campusanlage über ihr Umfeld hinaus Strahlkraft entwickeln und mit ihrer Fertigstellung Initialzündung für den modernen Wissenschaftsstandort Mülheim an der Ruhr sein.