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BITSCH + BIENSTEIN

Cluster 5 - Wohnbebauung Ludwigshöhviertel in Darmstadt

Bitsch + Bienstein Architekten PartGmbB
Bitsch + Bienstein Architekten PartGmbB
Ort
Darmstadt
Gebäudekategorie
Geschosswohnungsbau
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2027
Material Fassade
Putz
Architektenpreis
Mehrfachbeauftragung
1. Rang
Auf dem Gelände des neuen Ludwigshöhviertels in Darmstadt, einem insgesamt 34 Hektar großen Konversionsareal der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und der benachbarten Jefferson-Siedlung, werden bis 2027 auf insgesamt rund 160.000 qm Baufläche rund 1.400 Wohneinheiten für ca. 3.000 Menschen entstehen.

Unsere Planung für das Cluster 5 im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung umfasst zwei Baufelder und folgt dem städtebaulichen Strukturkonzept des Büros AS+P aus Frankfurt am Main. In insgesamt vier Baukörpern haben wir 96 öffentlich geförderte Wohneinheiten eingeplant. Für eine eventuelle Nachverdichtung zu einem späteren Zeitpunkt wird die westliche Mitte des Grundstücks freigehalten. Zunächst schlagen wir hier aber einen Platz als Quartiersmitte für die gemeinschaftliche Nutzung für alle Bewohner vor.

Die unterschiedlichen Wohnungstypen sind geschossweise gestapelt. Jeder Wohnung ist als Freifläche eine Loggia zugeordnet. Bei zwei Baukörpern werden zudem allen Bewohnern des Clusters begrünte Dachterrassen für Urban Gardening angeboten. In den zentralen Erdgeschossbereichen sind in zwei Baukörpern innenliegende Fahrradabstellräume vorgesehen.

Die Häuser sollen in Holz-Hybridbauweise (mit Stahlbetonskeletten und vorgefertigten Holzbauelementen aus heimischem Nadelholz) errichtet werden. Eine industrielle Vorfertigung der Elemente soll eine kurze Bauzeit bei hoher Material- und Oberflächenqualität ermöglichen. So kann die Bauphase von circa 18 Monaten auf etwa 12 Monate reduziert werden. Im Vergleich zum Massivbau verursachen Holzbaufertigteile zudem einen geringen CO2-Ausstoß.

Die Fassaden sollen durch Mooswände begrünt werden – sowohl straßenseitig im Bereich der Treppenhäuser als auch als Winkelelemente im Bereich der Loggien. Die robusten und langlebigen Mooswände stellen große Verdunstungsflächen dar, wodurch das urbane Mikroklima insgesamt verbessert wird und zudem die Freiraumqualitäten deutlich gesteigert werden. Neben einem Fernwärmeanschluss sind zur Nutzung regenerativer Energiequellen auf den Dachflächen Anschlüsse für Photovoltaik und Solarthermie vorgesehen.