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Fischer Architekten

Erweiterung LGT Vaduz

Roland Bernath
Roland Bernath
Ort
Vaduz
Gebäudekategorie
Büros, Banken
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2026
Material Fassade
Holz
Der Erweiterungsneubau für die liechtensteinische Privatbank LGT in Vaduz ist Teil der Kernzone, in der hauptsächlich Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe angesiedelt sind. Das fächerartige Volumen verankert sich am Egertaweg, entlang dessen sich der Topografie folgend das Rückgrat der Kammstruktur entwickelt. Durch die zueinander höhenversetzten Finger, die parallel zum Hang liegen, sind die Gebäude zonentypisch drei- bis viergeschossig.

An der Egertastrasse und am Altenbach bildet die Grossform relativ kurze, quartierverträgliche Fassaden mit drei Geschossen aus. Im Hinblick auf die künftige Entwicklung des Quartiers birgt die Erweiterung des Neubaus bis an die Herrengasse ein grosses klärendes Potenzial. Die Eingangsfassade entlang des Egertawegs spannt gemeinsam mit dem bestehenden Hauptgebäude unterschiedliche Aussenräume auf, die abseits der Hauptverkehrsachsen liegen und den Mitarbeitenden als hochwertige Erholungs- und Pausenbereiche zur Verfügung stehen.

Der Neubau ist über den Egertaweg als Teil des Parks, über die Tiefgarage und über einen neuen Zugang im ersten Untergeschoss mit dem Bestand verbunden. Die interne Erschliessung und Verbindung der drei Finger erlaubt das Durchwandern des Gebäudes von Halbgeschoss zu Halbgeschoss. Die Arbeitsräume selbst sind alle zweiseitig belichtet und auf die begrünten Innenhöfe ausgerichtet. Die schmalen Mittelzonen nehmen die Nebenflächen auf, ohne die Transparenz von Fassade zu Fassade und über die Innenhöfe hinweg zu beeinträchtigen.

Das Gebäude ist ein konstruktiver Holzbau mit vorgehängter Fassade aus lokaler, braun druckimprägnierter Weisstanne. Auch im Innern ist das Tragwerk aus Brettschichtträgern das prägende Element der Raumstimmung. Die Decken sind mit zur Heizung und Kühlung aktivierten Lehmplatten versehen und bewusst von Technik freigespielt, um mit dem Zusammenspiel von Holz und Lehmputz ein angenehm natürliches Arbeitsklima zu schaffen.

Die doppelte Zertifizierung durch die umfassenden Nachhaltigkeitslabels LEED Platin und SNBS Gold setzte voraus, dass Themen wie Ressourceneffizienz, integrale technische Systeme, Emissionsfreiheit der Materialien sowie Systemtrennung, Rückbaubarkeit und lokale Holzbeschaffung von Anfang an im Fokus standen.