Gerhard Hagen
ARCHITEKTUR | DENKMAL
Die Nachkriegsmoderne zeichnet sich durch die weitestgehende Abkehr vom historisch, monumentalen Bauen des untergegangenen Dritten Reichs aus. Heiterkeit, Einfachheit, Leichtigkeit der Formensprache, Transparenz und Offenheit, ersetzen nun die Schwere der rückwärtsgewandten, auf vergangenen Epochen sich beziehende Architektursprache des Historismus. So wurden die steinernen Außenmauern im gotisierenden „Maximiliansstil“ der Maxschule (1851 erbaut, 1945 abgebrannt), obwohl erhalten, abgebrochen und machten Platz für eine komplett neuartige Architektur. Dies zeigt den Geist der 1950er Jahre, der im historischen Bestand keinen Wert sah und sich zeitgenössisch darstellen wollte. Diese bezieht sich mit Stilelementen, wie Entkopplung von statischem System und Außenwand, großen zusammenhängenden Fensterflächen in Geschossbändern und flachen Dächern, auf die internationale Moderne der 1920er Jahre, zeigen aber mit ganz neuen Motiven, wie Betonrasterbau, organischer Formgebung, geschwungenen Treppengeländern, Fassadenornamentierung, eine eigenständige Architektursprache. Die von Stadtbaurat Rudolf Schlick entworfene und 1955 bis 1957 erbaute Schule zeigt in hoher Gestaltqualität die zeitgenössische Typologie und stellt insbesondere in der städtebaulichen Raumwirkung eine eigenständige Qualität mit höchstem Denkmalwert dar. Heute fast gänzlich unüblich, können wir hier das damals im öffentlichen Bauen selbstverständliche Miteinander von Architektur und Kunst in höchster Qualität bewundern. Im Gebäude sind im Rahmen von Kunst am Bau acht verschiedene Künstler beteiligt gewesen! Unser denkmalpflegerischer Ansatz geht von weitestgehendem Substanzerhalt und gleichklingender Ergänzung von Verlorenem oder nicht mehr normgerechter Ausführung aus. Hierbei steht ganzheitliche Anmutung, Benutzbarkeit und zeitgemäße Ausformulierung der Raumwirkung im Vordergrund.
Die Nachkriegsmoderne zeichnet sich durch die weitestgehende Abkehr vom historisch, monumentalen Bauen des untergegangenen Dritten Reichs aus. Heiterkeit, Einfachheit, Leichtigkeit der Formensprache, Transparenz und Offenheit, ersetzen nun die Schwere der rückwärtsgewandten, auf vergangenen Epochen sich beziehende Architektursprache des Historismus. So wurden die steinernen Außenmauern im gotisierenden „Maximiliansstil“ der Maxschule (1851 erbaut, 1945 abgebrannt), obwohl erhalten, abgebrochen und machten Platz für eine komplett neuartige Architektur. Dies zeigt den Geist der 1950er Jahre, der im historischen Bestand keinen Wert sah und sich zeitgenössisch darstellen wollte. Diese bezieht sich mit Stilelementen, wie Entkopplung von statischem System und Außenwand, großen zusammenhängenden Fensterflächen in Geschossbändern und flachen Dächern, auf die internationale Moderne der 1920er Jahre, zeigen aber mit ganz neuen Motiven, wie Betonrasterbau, organischer Formgebung, geschwungenen Treppengeländern, Fassadenornamentierung, eine eigenständige Architektursprache. Die von Stadtbaurat Rudolf Schlick entworfene und 1955 bis 1957 erbaute Schule zeigt in hoher Gestaltqualität die zeitgenössische Typologie und stellt insbesondere in der städtebaulichen Raumwirkung eine eigenständige Qualität mit höchstem Denkmalwert dar. Heute fast gänzlich unüblich, können wir hier das damals im öffentlichen Bauen selbstverständliche Miteinander von Architektur und Kunst in höchster Qualität bewundern. Im Gebäude sind im Rahmen von Kunst am Bau acht verschiedene Künstler beteiligt gewesen! Unser denkmalpflegerischer Ansatz geht von weitestgehendem Substanzerhalt und gleichklingender Ergänzung von Verlorenem oder nicht mehr normgerechter Ausführung aus. Hierbei steht ganzheitliche Anmutung, Benutzbarkeit und zeitgemäße Ausformulierung der Raumwirkung im Vordergrund.









