herrschmidt architekten
Auf der Mauer
Marco Wicher
Auf einer schmalen Natursteinterrasse über dem Gera-Tal wird ein ehemaliges Bedienstetenhaus des Kurhauses Hochheim zu einem zeitgenössischen Wohnhaus transformiert. Die extreme Schlankheit des Bestands (nur 3,60 m Tiefe) und die Lage auf der Hangkante werden dabei nicht kaschiert, sondern zum Auslöser einer präzisen räumlichen Neuordnung.
Der marode Keller in der Hangkante weicht einem eingeschnittenen Zugangsraum: Unter der bestehenden Terrassenplatte entstehen Stellplätze und der neue Eingang. Eine Außentreppe führt entlang der freigelegten Natursteinmauer nach oben und verzahnt die Ebenen. An der Mauer entwickelt sich der Neubau als Holzvolumen, das Erschließung, Wohnen und Essen bündelt und das Grundstück klar ordnet.
Zentrales Motiv ist ein vertikaler Luftraum an der Hauptfassade, in den die gegenläufige Innentreppe und eine Spielgalerie hineinragen. Er verbindet die Ebenen visuell und atmosphärisch, weitet das schmale Haus in der Tiefe und verschmilzt Innen- und Außenraum. Während der massive Altbau die introvertierten Schlafräume aufnimmt, öffnet sich der Neubau mit großzügigen Verglasungen weit ins Geratal.
Konstruktiv artikuliert sich ein deutlicher Schichtwechsel: unten die rohe Stahlbetonkonstruktion von Einschnitt und Terrassenbrücke, oben der leichte Holzbau mit Holzfaserdämmung, Wandheizung und Lehmputz. Der Dialog von alter Natursteinmauer, Beton und warmem Holz macht die Topografie lesbar und gibt dem kleinen Eingriff eine unerwartete Präsenz.
Auf der Mauer zeigt, wie sich mit minimalem Volumen und präzisem Detail ein schwieriges Restgrundstück in einen charakterstarken Wohnort verwandeln lässt zwischen Stadt und Landschaft, Bestand und Neubau, Enge und Großzügigkeit.
Der marode Keller in der Hangkante weicht einem eingeschnittenen Zugangsraum: Unter der bestehenden Terrassenplatte entstehen Stellplätze und der neue Eingang. Eine Außentreppe führt entlang der freigelegten Natursteinmauer nach oben und verzahnt die Ebenen. An der Mauer entwickelt sich der Neubau als Holzvolumen, das Erschließung, Wohnen und Essen bündelt und das Grundstück klar ordnet.
Zentrales Motiv ist ein vertikaler Luftraum an der Hauptfassade, in den die gegenläufige Innentreppe und eine Spielgalerie hineinragen. Er verbindet die Ebenen visuell und atmosphärisch, weitet das schmale Haus in der Tiefe und verschmilzt Innen- und Außenraum. Während der massive Altbau die introvertierten Schlafräume aufnimmt, öffnet sich der Neubau mit großzügigen Verglasungen weit ins Geratal.
Konstruktiv artikuliert sich ein deutlicher Schichtwechsel: unten die rohe Stahlbetonkonstruktion von Einschnitt und Terrassenbrücke, oben der leichte Holzbau mit Holzfaserdämmung, Wandheizung und Lehmputz. Der Dialog von alter Natursteinmauer, Beton und warmem Holz macht die Topografie lesbar und gibt dem kleinen Eingriff eine unerwartete Präsenz.
Auf der Mauer zeigt, wie sich mit minimalem Volumen und präzisem Detail ein schwieriges Restgrundstück in einen charakterstarken Wohnort verwandeln lässt zwischen Stadt und Landschaft, Bestand und Neubau, Enge und Großzügigkeit.




