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Ippolito Fleitz Group

Beiersdorf Campus

Philip Kottlorz
Philip Kottlorz
Ort
Hamburg
Gebäudekategorie
Büros, Banken
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2023
Material Fassade
Beton
Architektenpreis
iF Design Award 2025: Winner – Interior Architecture/Office Interiors Best Workspaces 2025: Anerkennung LIT Lighting Design Awards 2024: Winner – Interior Architectural Illumination Best of Year Awards 2024: Honoree – Extra Large Corporate Office
Dynamisches Arbeiten braucht Austausch und Begegnung – Räume, die Flexibilität und ein Dazwischen ermöglichen. Das Büro als Möglichkeitsraum zu begreifen und diese spannenden Schnittstellen zu gestalten, ist nicht nur uns wichtig, sondern auch Beiersdorf, für die wir in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden eine Global Workplace Strategy erarbeitet haben. Was diesen identitätsstiftenden Arbeitsplatz der Zukunft für den Konzern ausmacht, zeigt der neue Campus am Hauptsitz in Hamburg.

Kommunikation, Kollaboration, Konzentration und Kontemplation: Für die jeweilige Tätigkeit eine optimale Umgebung zu bieten – das war das übergeordnete Ziel, dem sich Beiersdorf verschrieben hat. Auf der Basis, dass Flexibilität und Funktionalität gleichgesetzt werden, Zusammenarbeit und Sharing der Schlüssel sind, dass aber gleichzeitig Raum für individuelle Freiheit und unterschiedliche Arbeitsstile geschaffen wird, wurde eine wertebasierte Philosophie gezeichnet, die nun die Grundlage der neuen globalen Arbeitsplatzstrategie und damit auch der Gestaltung des Hamburger Campus bildet. Konkret bedeutet dies, dass sich ein choreografierter Kanon von Raummodulen für fokussiertes Arbeiten und Rückzug, diskrete und informelle Gespräche im Sitzen oder Stehen, konzentrierte Kontemplation im Liegen, kleine Workshops und große Präsentationen oder eben auch für spontane Meetings und Co-Working-Situationen durch den gesamten Neubau zieht – und sich so eine intelligente Landschaft mit einer hohen Angebotsstruktur bildet, mit der sich die Mitarbeitenden klar identifizieren können. Denn auf den sechs Geschossen werden mit einem natürlichen Selbstbewusstsein die Werte des Unternehmens verräumlicht: Das Thema „Care“ wird dabei nicht nur als Pflege der Haut verstanden, sondern auch von zwischenmenschlichen Beziehungen, einer Kultur des Respekts sowie einer Fürsorge für Umwelt und Gesellschaft.

Deutlich wird dies bereits im „Entrance Level“: Im hier beheimateten Working Café und Campus Restaurant wird jeder Mitarbeitende mit einer großen Geste willkommen geheißen. Denn als Herzstück des Campus ist im Erdgeschoss ein transparenter und lebendiger Ort der Gemeinschaft entstanden, der zu jeder Tageszeit als erweiterter Arbeitsplatz genutzt werden kann. Auch der „Collaboration Hub“ im zweiten Obergeschoss steht allen Mitarbeitenden des Campus zur Verfügung. Der mit anderen Gebäuden vernetzte Grundriss dient als agile Interaktionsfläche mit mannigfaltigen Formaten und Räumen, die genauso dynamisch sind wie der kollaborative Austausch, der hier stattfindet. Die darüberliegenden Ebenen bilden das „Office“, das ebenfalls mit unterschiedlichsten räumlichen Anforderungen den verschiedenen Arbeitsstilen Rechnung trägt.

Um in der gesamten Konzernzentrale starke und wertgebende Motive der Identifikation zu schaffen, die sich jeder Mitarbeitende individuell aneignen kann, haben wir neben anpassungsfähigen Kommunikations- und Kollaborationsformaten auch auf eine flexible Gestaltung gesetzt. Das bedeutet, dass der Raum vom Boden bis zur Decke agil nutz- und mit geringem Aufwand veränderbar ist: Textile Vorhänge können – je nach Bedarf – geöffnet oder geschlossen werden, akustisch wirksame Trennwände verschoben, begrünte, modulare Raumteiler versetzt und Möbelkonfigurationen verändert werden. Selbst Teppichfliesen lassen sich problemlos austauschen, das Leitsystem an der Decke neu anordnen und die geschlossenen Raummodule anders positionieren. Situationsbedingt kann somit jede Fläche immer wieder neue Formen annehmen. So wird auch der 140 Meter lange Flur, der sich wie eine Highline durch das Gebäude zieht, von der klassischen Erschließungsfläche zur spontanen Begegnungszone und das Zusammenkommen zum Erlebnis.