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kadawittfeldarchitektur

Messe Frankfurt Halle 12

© Jean-Luc Valentin
© Jean-Luc Valentin
Ort
Frankfurt am Main
Gebäudekategorie
Messe-, Markthallen
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2018
Material Fassade
Glas
Architektenpreis
MIPIM Award 2019 – Finalist
DAM Preis 2020 – Nominierung
Die neue Messehalle liegt am westlichen Eingang im Süden des Frankfurter Messeareals. Die zwei übereinander liegenden Ausstellungsebenen sind ringförmig von einer 4-geschossigen Zone aus Nebenräumen und Haustechnikanlagen umschlossen. So entsteht eine frei bespielbare Halle ohne störende Einbauten. Der Entwurf integriert das verglaste übergeordnete Transport- und Wegesystem der Messe – die ‚Via Mobile‘ – in die Fassadengestaltung. Nach außen als verglaste Fuge innerhalb der lichten Fassadenhaut ablesbar, weitet sich die ‚Via Mobile‘ an den Eingängen, Foyers und Gastronomiezonen zu repräsentativen mehrgeschossigen Aufenthaltsräumen mit Blick auf das Messetreiben. Drei Eingänge nehmen die Besucherströme im Osten, Westen und am nördlich gelegenen Messeboulevard auf und lassen optional die parallele Nutzung der teilbaren Halle zu. Die geforderten Parkplätze sind nicht auf dem Dach, sondern in einem südlich an die Halle angelagerten Parkhaus untergebracht. Diese funktionale Trennung ermöglicht, dass die Halle stützenfrei ausgebildet werden kann. Zudem sorgen Photovoltaik-Elemente auf dem Dach der neuen Messehalle für regenerative Energieeinträge.
Die diagonal verlaufenden Zug- und Druckstäbe der gefalteten Zeltdecke leiten Gewicht und Windkräfte an komplex geformte Knotenpunkte weiter, über die das Tragwerk seine großen Lasten aus den Fassaden-flächen bis in den inneren Hallenkörper weiterleitet.
Rund 120 mal 250 Meter in der Fläche und 30 Meter in der Höhe misst der Baukörper, in dem zwei Ausstellungsebenen übereinander liegen. Alle Nebenfunktionen, ihrerseits in vier Geschosse gestapelt, wandern an die Ränder, um störende Einbauten zu vermeiden.