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Kleihues + Kleihues

Kaufhaus Königsallee 76 + 78, Düsseldorf

Ort
Düsseldorf
Gebäudekategorie
Läden, Einkaufszentren
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2009
Material Fassade
Werkstein
Adresse: Königsallee 76 + 78 Düsseldorf
Nutzung: Kaufhaus für H&M und Esprit, Büros, Wohnungen, Tiefgarage
Architekt: Jan Kleihues und Norbert Hensel
Bauherr: GbR Düsseldorf Königsallee 76
Realisierung: 2006 - 2009
BGF: 8.130 m²
Baukosten: ca. 13 Mio. €




In der Düsseldorfer Karlsstadt, an der bekannten Banken- und Einkaufsmeile, wurde eine Baulücke zwischen der Königsallee und der Huschbergerstraße geschlossen. Das sechsgeschossige Büro- und Geschäftshaus mit zwei Penthousewohnungen bindet mit zwei Verkaufsgeschossen durch bis zur Huschbergerstraße. Die beiden 5,0 m hohen Basisgeschosse und das Basement werden von Esprit und H&M mit ihren neuen Flagshipstores  genutzt.  Darüber befinden sich drei Büroetagen, die mit jeweils 400 m² Nutzfläche für eine Kanzlei- und Praxisnutzung konzipiert sind. Das zurückgesetzte Staffelgeschoss nimmt mit dem darüber liegenden ausgebauten Dachgeschoss die beiden großzügig aufgeteilten Penthousewohnungen auf. Die Tiefgarage wird mit einem Autoaufzug von der Huschbergerstraße aus erreicht. Das Gebäude wurde der historischen Parzellenstruktur an der Königsallee entsprechend in zwei eigenständige Fassadenkonzepte ausdifferenziert. Hierdurch wird die vertikale Gebäude- und Fassadenproportionierung im Stadtraum gewahrt und gleichzeitig erhalten die beiden Flagshipstores eigenständige Gebäudeidentitäten. Die H&M-Fassade an der Königsallee wird durch Pfeiler und Lisenen aus Korallenkalk unter Beibehaltung einer hohen Transparenz vertikal gegliedert. Sie bildet die Nutzungen über die Gliederung in Basis, Mittelteil und Gebäudeabschluss ab. Die Fensterprofile aus patinierter Baubronze und der zurückliegende zweigeschossige Ladeneingang mit den gebogenen Schaufensterscheiben geben dem Gebäude einen klassischen und zugleich mondänen Charakter. Die Esprit-Fassade übernimmt das Prinzip der Gliederung Basis, Mittelteil und Gebäudeabschluss, jedoch erfährt sie durch die stark dreidimensional vertikale Gliederung der Lochfassade einen gegengerichteten Charakter. Das Materialkonzept aus römischem Travertin und anthrazitfarbenen Fensterprofilen unterstreicht die Eigenständigkeit der Fassade. Das Gliederungsprinzip, die Farbigkeit des Natursteins und das Detail verbinden beide Fassaden zu einem Ensemble.Großer Wert wurde auf materialgerechte und nachhaltige Verarbeitung gelegt. Die Natursteinverkleidungen sind massiv und wo möglich ohne Fuge verarbeitet, um die Charaktere der Gebäude zu unterstreichen.