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Kleihues + Kleihues

Wohn- und Geschäftshaus Leipziger Platz 14

Ort
Berlin
Gebäudekategorie
Wohn-, Geschäftshäuser
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2001
Material Fassade
Werkstein
Adresse: Leipziger Platz 14
                   10117 Berlin-Mitte
Nutzung: Wohn- und Geschäftshaus
Architekt: Jan Kleihues
Bauherr: DG Immobilien Projekt GmbH & Co.
Realisierung: 1999 - 2001
BGF: 8300 m2
Baukosten: 10,8 Mio. Euro (inklusive Nebenkosten)




   
Die städtebaulichen Vorgaben sehen eine Wiederherstellung der historischen Form des Leipziger Platzes vor, in der sich die einzelnen Gebäude der klaren Geometrie des Platzes unterordnen. Für den Entwurf des Wohn- und Geschäftshauses wurden diese Vorgaben als Chance begriffen, ein Stück öffentlichen Raum zu schaffen, dessen Fassadenvielfalt sich für den genau Hinschauenden eröffnet. Der Baukörper am Leipziger Platz ist in 6 Normal- und 3 Staffelgeschosse gegliedert, an der Voßstraße in 6 Normal- und ein Staffelgeschoß; der Seitenflügel hat 7 Normalgeschosse. Die Fassade zeichnet sich durch eine stringente, der Funktion auf unkapriziöse Weise entsprechenden Proportion geöffneter und geschlossener Flächen aus. Das Relief der Fassade und die Größe der einzelnen Elemente bewirken einen großstädtischen Charakter, der durch die Solidität der Materialien und die Details untermauert wird. Die Fassade gehorcht streng dem Prinzip der Grundgeometrie, der Symmetrie über die Diagonale und einem daraus entwickelten Motiv des Geflechtes. Das Flechtwerk wird durch das Fugenbild sichtbar gemacht. Die Eingangshalle auf der Seite des Leipziger Platzes entspringt der oben genannten Geometrie und hat infolgedessen in Grund- und Aufriss identische Dimensionen; es entsteht ein Kubus. Die Differenzierung Sockel/Schaft/Staffelgeschosse findet Deckung in der Funktionsverteilung Einzelhandel und Eingang/Büro/Wohnung. Um ein ausgeglichenes Raumklima zu erreichen ist die Geschoßdecke, die als Speichermedium dient, freigelegt, so dass das Gebäude durch Ausnutzung der Nachtkühle entwärmt werden kann. Um dies zu fördern, ist die Fassade mit Kastenfenstern, deren Zwischenraum permanent hinterlüftet ist, ausgebildet. Der Sonnenschutz befindet sich zwischen den Fensterebenen, ist somit witterungsgeschützt und beeinträchtigt nicht das ruhige Fassadenbild.”