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pussert kosch architekten

Öffentliches Bürgerhaus in Burgebrach

2003
Dietmar Strauss
Dietmar Strauss
Ort
Burgebrach
Gebäudekategorie
Gemeinde-, Kulturzentren, Mehrzweckhallen
Bauvorhaben
Sanierung
Jahr der Fertigstellung
2003
Material Fassade
Glas, Beton
Architektenpreis
1. Preis
Das Bürgerhaus "Altes Amtsgericht" bildet den Mittelpunkt zwischen dem neu angelegten Gemeindeplatz im Westen und dem bestehenden Kirchplatz im Osten. Davon ausgehend erhält das Gebäude zwei Haupteingänge die den jeweiligen Plätzen zugeordnet sind. Das Gebäude ist in drei klar ablesbare Bauteile gegliedert. Ein größeres westliches Bauteil, eine mittlere gläserne Erschließungsfuge und ein dem Kirchplatz zugewandtes Gebäudeteil. Die zwei Hauptzugänge sind im Erdgeschoss über ein großzügiges Foyer miteinander verbunden. Hier befinden sich auch die vertikalen Erschließungselemente.

Die bestehende Haupttreppe aus den 50er Jahren wurde erhalten. In der Erschließungsfuge steht ein Aufzugselement aus Glas und Sichtbeton. Zusätzlich wurde im östlichen Baukörper ein Fluchttreppenhaus integriert. Die Dachgeschosse sind jeweils intern über die Nutzungseinheiten im 2. Obergeschoss verbunden. West- und Ostbauteil sind eigenständige Nutzungseinheiten, die mit einer filigranen Brandschutzverglasung von der Erschließungsfuge abgetrennt sind. Im Erdgeschoss befindet sich der große Festsaal, verschiedene Vereinsräume sowie ein Café.

Das Konzept sah vor, die verwendeten Baustoffe und Materialien in ihrem natürlichen Erscheinungsbild zu belassen. So gibt es im Gebäudeinnern Sichtbetonwandscheiben, Jurakalksteinböden, Eichenholzparkett, Linoleum, Holztüren und gefilzte Kalkputzwandflächen. Sämtliche Metallteile und Stahltürzargen sind in Eisenglimmer lackiert. Einzelne kräftige Farbflächen im Inneren setzen Akzente.

Die Außenanlagen bestehen im Wesentlichen aus dem neu gestalteten Bürgerplatz und dessen Verbindung mit dem Kirchplatz. Als Hauptbelagsmaterial wurde ein feinkörniger, hellgrauer Granit gewählt. Dieser kam als Kleinpflaster, als Großformatplatten und als Blockstufen zum Einsatz. Die bestehende ehemalige Friedhofsmauer wurde in das Wettbewerbskonzept integriert. Aus Denkmalschutzgründen sollte die Mauer in großen Teilen erhalten werden. Sie wurde durch eine Cortenstahleinfassung in einen "musealen" Rahmen gestellt.