Zurück zum Profil
SCHMELZLE+PARTNER

zieflekoch

Neubau Verwaltung und Erweiterung der Produktion
Steffen Schrägle
Steffen Schrägle
Ort
Im Talblick 8
Gebäudekategorie
Gewerbe und Industrie
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2025
Material Fassade
Glas
Das Projekt „zieflekoch“ befindet sich in Waldachtal-Cresbach, einem kleinen Ort im Nordschwarzwald, umgeben von Wald und Wiesen. Das Unternehmen begann als klassische Schreinerei und hat sich zur innovativen Möbelmanufaktur entwickelt. Der Neubau entstand aus dem Wachstum heraus: zieflekoch brauchte mehr Produktionsfläche, eine neue Verwaltungsstruktur und einen repräsentativen Zugang zum Showroom.

Das Gelände fällt ab, und der Entwurf macht das zur Grundlage. Oben, auf Zufahrtsniveau, liegen Empfang, Lobby und der direkte Abgang zum Showroom. Unten, auf dem natürlichen Geländeniveau, die Produktion. Die Freiflächen passen sich dem Geländeverlauf an, der Baukörper mit seinen großformatigen Glasfassaden steht frei. Der Bodenbelag läuft ohne Unterbrechung von außen nach innen, innen und außen verschmelzen miteinander.

Bereits von außen sieht man die schräg gestellten Eichenstämme hinter der SG-Fassade. Sie sind Teil des Tragwerks, das 19,45 Meter im Fünf-Meter-Raster überspannt. Das Gebäude ist als Mischkonstruktion aus Holz, Stahlbeton und Stahlträgern ausgeführt, eine Kombination, die die Spannweiten ermöglicht und gleichzeitig die Materialsprache des Unternehmens trägt.

In der Lobby stehen die Stämme bis zu 5,30 Meter hoch, dreidimensional geneigt und fest in Bodenplatte und Stahlkonstruktion verankert. Holz und Glas prägen die Unternehmensidentität von zieflekoch seit Jahren. Der Neubau übersetzt diese Corporate Identity in Corporate Architecture. Die Büroarbeitsplätze liegen 1,70 Meter über der Lobby. Der Weg zum Showroom ist bewusst als Erlebnis angelegt: Sichtbeziehungen zum Aufzug, die volle Deckenhöhe von bis zu zwölf Metern, keine Türen, keine Unterbrechung, nur eine durchgehende Raumfolge.

Die Westfassade aus Glas lässt das Nachmittagslicht durch die geneigten Stämme in den Raum fallen und zeichnet wechselnde Schatten auf Beton und Holz. Die Produktion im Untergeschoss bleibt davon nicht ausgenommen. Breite Fensterbänder ziehen sich entlang der Fassade und leiten Tageslicht tief in den Arbeitsbereich. Auch dort, wo gefertigt wird, ist natürliches Licht keine Ausnahme, sondern selbstverständlich. Was als Schreinerei begann, hat jetzt ein Zuhause, das dazu passt.