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Situative Optimierung: Sport-, Freizeit- und Ökopark von Ponsonne in Manosque, Frankreich

Wettbewerb: 2025 | 1. Preis
ArtefactoryLab
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News
01.01.2026
Der Wettbewerb für die Ponsonne-Plaine ist Teil der nationalen Ausschreibung „QUARTIERS DE DEMAIN“, die darauf abzielt, archetypische Standorte im gesamten französischen Staatsgebiet neu zu denken und zu definieren. Die zwischen Februar und Oktober 2025 durchgeführten Entwurfsstudien boten uns die Gelegenheit zu einer grundlegenden Auseinandersetzung mit fehlerhaften urbanen Landschaften, die aus einer additiven, nebeneinandergestellten Planung hervorgegangen sind. Unser Ziel war es, nicht nur einen Beitrag zur spezifischen Projektentwicklung zu leisten, sondern auch zu größeren nationalen und internationalen Debatten über die territoriale Regeneration. Während die landschafts-, städtebau- und architekturbezogene Studie darauf abzielte, konkrete räumliche, programmatische und strategische Antworten für den Ort zu liefern, stellt unser Vorschlag vor allem eine Möglichkeit dar, übertragbare Methoden für die Zukunft dieser fragilen, aber potenziell widerstandsfähigen urbanen Territorien der kommenden Jahrzehnte zu formulieren. „Situative Optimierung“ wird als Methode und Strategie entwickelt, um bestehende Landschaften durch präzise, kontextsensibel gesetzte Eingriffe aufzuwerten, ein neues Gleichgewicht zu schaffen und eine erneuerte funktionale Hierarchie zu etablieren. Durch drei komplementäre Modi – Artikulation, Hybridisierung und Potenzierung – arbeitet dieser Ansatz mit dem „Schon-Vorhandenen“, indem er die aus der modernistischen Planung stammenden, üppigen, jedoch fragmentierten Restflächen und Bauwerke zu Quartieren rekalibriert, die in Städtebau, Architektur und Landschaftsplanung überzeugen. Diese Strategien stärken Identität und soziale Begegnung durch neue Programmmischungen, erhöhen die ökologische und klimatische Resilienz durch die Reduzierung bebauter Flächen – und bleiben gleichzeitig wirtschaftlich vernünftig, da Optimierung im Unterhalt günstiger ist als Neubau. Der erste Optimierungsschritt konzentriert sich auf eine Neuorganisation der Mobilität, die Schaffung von Schleifen, die Klärung und Verbesserung der Zugänglichkeit sowie die Bearbeitung topographischer, geografischer und sozialer Einschränkungen. Sobald der Standort entlang einer Nord-Süd-Achse geöffnet wird, entsteht ein neuer Treffpunkt, in dem Einrichtungen, Wege und Grünräume soziale, kulturelle und generationenübergreifende Verbindungen fördern. Die Wiederverwendung zweier Gebäude verkörpert unsere neue Interpretation hybrider, multifunktionaler öffentlicher Räume. Die Neugestaltung des „Central Social Club“ schafft einen neuen Ankerpunkt, ein ikonisches Ziel – einen Katalysator, der durch Wiederverwendung die Obere Plaza mit der darunterliegenden Sportesplanade verbindet und sportliche, freizeitbezogene und kulturelle Aktivitäten aufnimmt. Die Erweiterung der Tribünen des Fußballfeldes verwandelt die bestehende Struktur in einen lebendigen neuen Treffpunkt, der Vereinsleben und Nachbarschaftsleben miteinander verknüpft. Schließlich bildet die Renaturierung des Baches zu einem durchgehenden Auenkorridor ein neues grünes Rückgrat – zugleich ein Erholungsraum, eine Kühle-Oase und eine landschaftsprägende Struktur für das gesamte Tal.

Auftraggeber: GIP EPAU und Stadt Manosque
Mitarbeit: Jean-Marc Chancel Architecte, Ingérop, Actierra, Le Cabanon Vertical, Belvédère