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Siemens Real Estate

Neubau Wartungshalle im Siemens Turbinenwerk
© aib GmbH/Manuel Kubitza, Köln
© aib GmbH/Manuel Kubitza, Köln
Ort
Mülheim an der Ruhr
Gebäudekategorie
Gewerbe und Industrie
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2018
Material Fassade
Metall
Bauphase bei laufendem Betrieb:
Aufbauend auf die bereits umgesetzte Werksentwicklung, die aib für Siemens am Standort Mülheim an der Ruhr umgesetzt hat, plante aib eine neue Wartungshalle mit hochkomplexer Logistik. Aus der Zusammenlegung zweier bestehender Standorte entstand ein Kompetenzzentrum für die Wartung von Turbinen. Als drittes Hallenschiff ergänzt der Neubau die vorhandene Schwerlast- und Mittellasthalle, deren einheitliche Architektur ebenfalls von aib gestaltet wurde. Eine der größten Herausforderungen bei dieser Ergänzung bestand darin, dass der laufende Betrieb auch während der Bauphase nicht gestört werden sollte - ein schwieriges Unterfangen, da der Bauplatz wichtige Produktions- und Logistikabläufe berührte.

Komplexität der Raumplanung:
Die neue Wartungshalle bietet einige Besonderheiten. Für die Wartung von Turbinen, die bis zu 80 Tonnen schwer sein können, waren teilweise sich überkreuzende Arbeitsabläufe unvermeidbar. Um die einzelnen Prozesse nicht zu stören, plante aib den Einbau von zwei Kranbahn-Ebenen, die verschiedene Arbeiten gleichzeitig ermöglichen. Mehrere Kräne lassen sich dabei unabhängig voneinander bewegen oder auf einer Ebene zusammenbinden. Hinzu kommt die unterschiedliche Struktur der Halle mit einem hohen und tief in den Boden reichenden "Wuchtbunker", in dem die Turbinen nach der Wartung ausgewuchtet und abschließend geprüft werden.

Vermeidung von Planungskonflikten:
Um die Planungsabläufe weiter zu optimieren und so effizient wie möglich zu gestalten, setzt aib das Building Information Modeling (BIM) ein. Ausgehend von den Erfahrungen der bisherigen Werksentwicklung wurden so verschiedene Varianten der Bauausführung für den optimalen Projektablauf geprüft. Das mit BIM generierte 3D-Modell verhindert außerdem Konflikte zwischen einzelnen Installationen in der komplexen Struktur der Halle. Mit dem erweiterten Know-how der Datenbank lassen sich außerdem künftige Umbauten oder Erweiterungen des Standortes effizient planen und bauen.