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Hotel Schani City

Vergangenheit und Vision, Geschichte und Zukunft
tschinkersten
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Ort
Wien
Gebäudekategorie
Hotels, Herbergen, Ferienhäuser
Bauvorhaben
Umbau
Jahr der Fertigstellung
2026
Material Fassade
Putz
Mit dem Hotel Schani City in der Große Schiffgasse 8 eröffnet mitten in Wiens pulsierender Leopoldstadt, unweit des beliebten Karmelitermarkts, ein Stadthotel mit 127 komfortablen Zimmern.

Respekt, Aufmerksamkeit und Offenheit sind die Themen, die in dieser historisch wie gegenwärtig vielschichtigen Umgebung Ausdruck in der Gestaltung finden. Sie schaffen einen Rahmen für gemeinsames Beisammensein ebenso wie für den entspannten Rückzug ins Private – mitten in einer der vielschichtigsten Gegenden Wiens. Das Hotel öffnet einen Raum für Begegnung, eine selbstverständliche Einladung zum interkulturellen Austausch – kein lautes Statement, sondern ein leiser Dialog mit seiner Umgebung.

Die Leopoldstadt ist seit Jahrhunderten eng mit der Geschichte des jüdischen Wiens verbunden. Der zweite Bezirk, bis heute auch als „Mazzesinsel“ bekannt, bildet einen wichtigen Mittelpunkt jüdischen Lebens in Wien. Diese besondere Verortung und die unmittelbare Nachbarschaft zu einem jüdischen Verein, der zugleich mit dem Projekt verbunden ist, flossen bereits in der frühen Konzeptphase in die Überlegungen für das Hotel ein.
Auch im Interior wird dieser Bezug nicht plakativ, sondern atmosphärisch weitergeführt. Natürliche Materialien wie Stein, Holz, Baumwolle und Leinen bestimmen die Ästhetik. Kakteen und Palmen ergänzen eine erzählerische Ebene und ziehen sich als poetische Reminiszenz an Wüstenlandschaften durch das Haus.

Aus der Geschichte und Gegenwart des Ortes entstand bereits während der Konzeptphase auch die Idee der „kosher-friendly“ Zimmer. Betreiber Benedikt Komarek griff den Ansatz auf, gezielt auf die Bedürfnisse jüdischer Reisender einzugehen. Gemeinsam wurde entschieden, drei Geschoße des Straßentrakts entsprechend auszustatten. Insgesamt stehen 27 kosher-friendly Zimmer zur Verfügung. Ihre Besonderheiten zeigen sich weniger in einer anderen Gestaltung als in einer Reihe sorgfältig mitgedachter Details. Die Betten sind als Twin-Betten ausgeführt und können für den Shabbat voneinander getrennt werden. Wasserkocher, Kaffeemaschine und eine zusätzliche Kühllade ermöglichen es, eigene koschere Lebensmittel getrennt aufzubewahren; auf Wunsch kann außerdem ein koscheres Frühstück dazugebucht werden. Anders als in den Standardzimmern sind die Badezimmer als eigene, mit einer Schiebetür verschließbare Räume ausgebildet. Auf jedem der drei Geschoße befinden sich zudem zwei Doppelzimmer mit Verbindungstüren, die insbesondere größeren Familien mehr Flexibilität bieten.

Auch die Wege durch das Hotel wurden mit Blick auf den Shabbat geplant. Neben dem Haupteingang mit elektrischer Schiebetür ist das Haus über den Garten durch eine manuell zu öffnende Tür zugänglich. Da am Shabbat auf die Nutzung des Aufzugs verzichtet wird, sind die Zimmer über das Stiegenhaus erreichbar; dort sowie in den Gängen der drei betreffenden Geschoße kann die Beleuchtung während des Shabbats auf Dauerbetrieb gestellt werden, sodass keine Bewegungsmelder ausgelöst werden müssen. Für den Zutritt zum Zimmer steht anstelle der elektronischen Key Card ein klassischer Schlüssel zur Verfügung. Eine zusätzliche Nachttischleuchte lässt sich mechanisch abdunkeln, ohne einen elektrischen Schalter betätigen zu müssen.

So wird kosher-friendly nicht als Zusatz oder Sonderthema verstanden, sondern als Teil eines umfassenderen Gedankens: Architektur und Hotellerie reagieren auf den Ort und auf die Menschen, die ihn nutzen. Aufmerksamkeit zeigt sich dabei gerade in den kleinen Dingen.

Ob allein, zu zweit, mit Freunden oder mit der Familie – das Hotel Schani City bietet ein breites Zimmerangebot, das auf unterschiedlichste Reisebedürfnisse zugeschnitten ist. Von stilvollen Einzelzimmern über kosher-friendly Zimmer bis hin zu Familiensuiten im Dachgeschoß.