BFK architekten
Neubau Landratsamt Esslingen
David Matthiessen
Der Neubau des Landratsamtes präsentiert sich als hochfunktionales Verwaltungsgebäude, das mit insgesamt 675 Arbeitsplätzen, 45 Beratungs- und Besprechungsräumen, sowie vielfältigen Funktionsräumen ein breites Spektrum öffentlicher und interner Arbeitsprozesse ermöglicht. Das Landratsamt Esslingen fügt sich präzise in ein außergewöhnlich vielfältiges Umfeld ein: Merkelpark, Neckarufer und Hammerkanal prägen den Ort und bilden die landschaftliche Kulisse in die sich der Neubau einbettet. Mit seiner gestaffelten Figur begleitet der Neubau das Neckarufer und reagiert auf die Topografie des Ortes. Die Erdgeschosszone öffnet sich auf der Süd-West-Seite großzügig zum Wasser, wodurch zentrale Funktionen des Landratsamtes bereits von der Neckarseite und der daneben verlaufenden Bundesstraße aus sichtbar werden.
Für den Neubau wurde auf Basis der städtebaulichen Rahmenbedingungen die Form einer liegenden Acht gewählt. Diese besondere Gebäudestruktur bildet nicht nur eine charakteristische Silhouette, sondern schafft zugleich ein effizientes, intuitiv verständliches Erschließungssystem. Im Schnittpunkt der beiden Gebäudeschleifen liegt die zentrale Erschließung: ein räumlicher Knotenpunkt, an dem sämtliche Wege zusammenlaufen und an dem die interne Organisation klar ablesbar wird. Die unterschiedlichen Arbeitsplatzbereiche profitieren von dieser Gebäudetypologie: Der überwiegende Teil der Büros orientiert sich nach außen, mit direktem Blick auf den angrenzenden Park oder zum Neckar. Dieser starke Landschaftsbezug schafft helle, freundliche Räume mit hoher Aufenthaltsqualität. Ergänzend öffnen sich großzügig dimensionierte Innenhöfe zur Mitte der beiden Gebäudeschleifen. Diese ermöglichen Ausblicke auf die begrünte Dachflächen, die den Innenraum zusätzlich aufwerten.
Die architektonische Struktur des Gebäudes wird durch ein konsequent umgesetztes Drei-Zonen-Prinzip definiert. Das zentrale zweigeschossige Foyer bildet die öffentlich zugängliche Zone, die als durchgängiges räumliches Gelenk fungiert. Die halböffentliche Zone der Bürogeschosse dient der Begegnung von internen und externen Nutzern und umfasst Beratungs- und Besprechungsbereiche. Die dritte Zone ist ausschließlich für Mitarbeitende zugänglich und umfasst die internen Bürobereiche.
Fassade
Der Neubau definiert seine architektonische Identität maßgeblich über eine hochwertige, eloxierte Elementfassade, die auf einem konsequent durchgehaltenen Grundraster von 1,30 bzw. 2,60 Metern basiert. Vertikale, vorgesetzte Lisenen prägen das Erscheinungsbild und verleihen dem Baukörper eine Tiefenwirkung. Diese rhythmische Gliederung erzeugt ein ruhiges, zugleich markantes Fassadenbild.
Gezielte Akzente setzen Bereiche, an denen die Fassadentypologie bewusst durchbrochen wird. Über dem Haupteingang sowie an der gegenüberliegenden Neckarseite verzichtet die Fassade auf Lisenen und öffnet sich als flächige Glasfassade. Dadurch treten Eingang, Foyer und die architektonische Fuge der Baukörper präzise hervor und markieren die öffentlichen Schnittstellen des Hauses. Auch der politische Bereich innerhalb des Gebäudes erhält durch Einschnitte in der Kubatur eine besondere Betonung insbesondere durch die Neckarloggia, die den politischen Bereich räumlich nach außen verlängert. Die Farbpalette der Fassade ist in warmen Grautönen gehalten, die Lisenen und Blechflächen greifen fein abgestimmte Nuancen desselben Spektrums auf. An der Süd- und Südostseite des Gebäudes sind an den horizontalen Bänder der Elementfassade Photovoltaikelemente integriert. Bereiche mit geringerem Belichtungsbedarf etwa Nebentreppenhäuser sind teilweise mit geschlossenen Elementen ausgestattet, die PV-Module oder Glaspaneele aufnehmen. Der Glasanteil der Gesamtfassade bleibt bewusst unter 50 Prozent.
Energieversorgung
Der Neubau verfolgt ein fortschrittliches Energiekonzept, das aktiv zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes beiträgt. Insgesamt kommen Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 450 kWp (Fassade 75 kWp, Dach 375 kWp) zum Einsatz. Ergänzt wird dies durch eine Glas-in-Glas-Photovoltaikanlage als Überdachung des Kita-Außenbereichs mit zusätzlich 16,5 kWp. Ein Batteriespeicher mit 60 kWh erhöht den Eigenverbrauchsanteil, der bei 100 Prozent liegt. Jährlich werden so etwa 174.358 Kilogramm CO₂ eingespart; rund 20 Prozent des Eigenbedarfs des Gebäudes werden durch die PV-Anlagen gedeckt. Eine weitere zentrale Säule bildet die über Neckarwasser gespeiste Wärmepumpe, die das Gebäude mithilfe Deckensegel gleichermaßen heizt wie kühlt. Großflächige Dachflächenbegrünungen verbessern das Mikroklima des Gebäudes. Durch diese Bauweise erfüllt das Gebäude den anspruchsvollen Standard eines KfW-Effizienzhauses 40, sowie die Zertifikate DGNB Gold und DGNB nachhaltige Baustelle.
Bauherr: Landkreis Esslingen
Für den Neubau wurde auf Basis der städtebaulichen Rahmenbedingungen die Form einer liegenden Acht gewählt. Diese besondere Gebäudestruktur bildet nicht nur eine charakteristische Silhouette, sondern schafft zugleich ein effizientes, intuitiv verständliches Erschließungssystem. Im Schnittpunkt der beiden Gebäudeschleifen liegt die zentrale Erschließung: ein räumlicher Knotenpunkt, an dem sämtliche Wege zusammenlaufen und an dem die interne Organisation klar ablesbar wird. Die unterschiedlichen Arbeitsplatzbereiche profitieren von dieser Gebäudetypologie: Der überwiegende Teil der Büros orientiert sich nach außen, mit direktem Blick auf den angrenzenden Park oder zum Neckar. Dieser starke Landschaftsbezug schafft helle, freundliche Räume mit hoher Aufenthaltsqualität. Ergänzend öffnen sich großzügig dimensionierte Innenhöfe zur Mitte der beiden Gebäudeschleifen. Diese ermöglichen Ausblicke auf die begrünte Dachflächen, die den Innenraum zusätzlich aufwerten.
Die architektonische Struktur des Gebäudes wird durch ein konsequent umgesetztes Drei-Zonen-Prinzip definiert. Das zentrale zweigeschossige Foyer bildet die öffentlich zugängliche Zone, die als durchgängiges räumliches Gelenk fungiert. Die halböffentliche Zone der Bürogeschosse dient der Begegnung von internen und externen Nutzern und umfasst Beratungs- und Besprechungsbereiche. Die dritte Zone ist ausschließlich für Mitarbeitende zugänglich und umfasst die internen Bürobereiche.
Fassade
Der Neubau definiert seine architektonische Identität maßgeblich über eine hochwertige, eloxierte Elementfassade, die auf einem konsequent durchgehaltenen Grundraster von 1,30 bzw. 2,60 Metern basiert. Vertikale, vorgesetzte Lisenen prägen das Erscheinungsbild und verleihen dem Baukörper eine Tiefenwirkung. Diese rhythmische Gliederung erzeugt ein ruhiges, zugleich markantes Fassadenbild.
Gezielte Akzente setzen Bereiche, an denen die Fassadentypologie bewusst durchbrochen wird. Über dem Haupteingang sowie an der gegenüberliegenden Neckarseite verzichtet die Fassade auf Lisenen und öffnet sich als flächige Glasfassade. Dadurch treten Eingang, Foyer und die architektonische Fuge der Baukörper präzise hervor und markieren die öffentlichen Schnittstellen des Hauses. Auch der politische Bereich innerhalb des Gebäudes erhält durch Einschnitte in der Kubatur eine besondere Betonung insbesondere durch die Neckarloggia, die den politischen Bereich räumlich nach außen verlängert. Die Farbpalette der Fassade ist in warmen Grautönen gehalten, die Lisenen und Blechflächen greifen fein abgestimmte Nuancen desselben Spektrums auf. An der Süd- und Südostseite des Gebäudes sind an den horizontalen Bänder der Elementfassade Photovoltaikelemente integriert. Bereiche mit geringerem Belichtungsbedarf etwa Nebentreppenhäuser sind teilweise mit geschlossenen Elementen ausgestattet, die PV-Module oder Glaspaneele aufnehmen. Der Glasanteil der Gesamtfassade bleibt bewusst unter 50 Prozent.
Energieversorgung
Der Neubau verfolgt ein fortschrittliches Energiekonzept, das aktiv zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes beiträgt. Insgesamt kommen Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 450 kWp (Fassade 75 kWp, Dach 375 kWp) zum Einsatz. Ergänzt wird dies durch eine Glas-in-Glas-Photovoltaikanlage als Überdachung des Kita-Außenbereichs mit zusätzlich 16,5 kWp. Ein Batteriespeicher mit 60 kWh erhöht den Eigenverbrauchsanteil, der bei 100 Prozent liegt. Jährlich werden so etwa 174.358 Kilogramm CO₂ eingespart; rund 20 Prozent des Eigenbedarfs des Gebäudes werden durch die PV-Anlagen gedeckt. Eine weitere zentrale Säule bildet die über Neckarwasser gespeiste Wärmepumpe, die das Gebäude mithilfe Deckensegel gleichermaßen heizt wie kühlt. Großflächige Dachflächenbegrünungen verbessern das Mikroklima des Gebäudes. Durch diese Bauweise erfüllt das Gebäude den anspruchsvollen Standard eines KfW-Effizienzhauses 40, sowie die Zertifikate DGNB Gold und DGNB nachhaltige Baustelle.
Bauherr: Landkreis Esslingen








