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Eyrich-Hertweck Architekten

Glashütte Alt-Stralau

Baugruppe Glashütte Alt-Stralau
Udo Meinel, Berlin
Udo Meinel, Berlin
Ort
Berlin
Gebäudekategorie
Geschosswohnungsbau
Bauvorhaben
Umbau/Sanierung
Jahr der Fertigstellung
2018
Material Fassade
Mauerwerk
Architektenpreis
2018 Bestandteil der Ausstellung zum Thema „Bauen und Wohnen in Gemeinschaft“ elektro Messe Berlin 2019 ausgewählt für die Jahresausstellung da!2019 der Berliner Architektenkammer 2019 Nominierung zum DAM Preis für Architektur in Deutschland 2020 2019 Preisträger des KfW Awards Bauen 2019
GLASHÜTTE ALT-STRALAU, BERLIN – SANIERUNG UND UMNUTZUNG EINES BAUDENKMALS

 
GEBÄUDEKATEGORIE
Wohngebäude

BAUVORHABEN
Bauen im Bestand

BAUHERR
Baugruppe Glashütte Alt-Stralau

STANDORT
Berlin-Friedrichshain, Halbinsel Stralau

FERTIGSTELLUNG
2018

LEISTUNGEN
Leistungsphasen 1-9

ZUSATZLEISTUNGEN
Innenausbau, Gestaltung von Möbeln, Farb- und Lichtkonzept
PROJEKTGRÖßE
Brutto-Geschossfläche: 4.335qm
Gesamtwohnfläche: 2.945qm
Wohn-/ und Gewerbeeinheiten: 25/1

AUSZEICHNUNGEN
nominiert für den DAM Preis für Architektur in Deutschland 2020
ausgewählt als einer der Preisträger des KfW Awards Bauen 2019
Teilnahme am Tag der Architektur 2019
ausgewählt für die Jahresausstellung da!2019
der Berliner Architektenkammer

FOTOGRAFIE
Udo Meinel, Berlin



PROJEKTBESCHREIBUNG
Mehr als 100 Jahre wurde auf der Halbinsel Stralau Glas hergestellt und verarbeitet, bevor Mitte der 1990er Jahre die Produktion eingestellt wurde. Im Auftrag einer neu gegründeten Baugruppe wurde das ehemalige Werkstattgebäude zum gemeinschaftlichen Wohnen umgebaut.

Behutsam wurde der denkmalgeschützte Bestand saniert und wieder seiner ursprünglichen Gestalt angenähert. Das klar ablesbare ausgemauerte Eisentragwerk mit dem prägnanten Einschnitt in Längsrichtung, das früher der Zugdurchfahrt gedient hat, mit dem darüberliegenden 39 Meter langen genieteten Stahlträger, sowie die Reste zweier Verbindungsbrücken an der Ostfassade machen den Wiedererkennungswert des Gebäudes aus.
Dunkle Zinkfassaden mit großen Fenstern umschließen das einst offene Erdgeschoss und - als Reminiszenz an das frühere Bitumendach - auch das neue aufgestockte Dachgeschoss. Aktuelle Ergänzungen, darunter neue Balkone, sind im Kontrast dazu mit rostigem Stahl verkleidet.
Durch direkte Zugänge zu einzelnen Wohnungen von außen und einem inneren Laubengang mit Maisonetten konnte auf ein weiteres Treppenhaus verzichtet werden. Die bestehenden Treppenhäuser wurden um das Dachgeschoss und einen Aufzug erweitert.
Die charakteristische Stahlstruktur des Bauwerks sollte auch in den Innenräumen sichtbar bleiben. In die hohen lichtdurchfluteten Etagen wurden niedrige Sanitär- und Serviceboxen eingestellt, die begehbar und somit zusätzliche Staufläche bieten. Es entstanden fließende Räume und Blickachsen quer durch das Gebäude, die in den Wohnungen den Loft-Charakter erhalten.

Für den Umbau und die Sanierung wurden ökologische, nachhaltige Baustoffe verwendet. Die Wiederverwendung und das Upcycling von alten Bauelementen und -materialien führen bei der Begehung des Gebäudes zu Überraschungen.

Die Umnutzung hat aus dem Fabrikgebäude ein Wohngebäude mit 25 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit gemacht und erinnert weiterhin von Aussen und im Inneren an frühere Zeiten und gibt der Gegend einen Erkennungswert.