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Pichler & Traupmann Architekten

Schulcampus Güssing

Volksschule, allgem. Sonderschule, Zentralmusikschule
Fotograf: Paul Ott, Graz
Fotograf: Paul Ott, Graz
Ort
Güssing
Gebäudekategorie
Wohnen
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2024
Licht – Luft – Sonne … und … Burg Güssing sind quasi die Ausgangsparameter für die Entwicklung des Schulcampus Volksschule, allgemeine Sonderschule, Zentralmusikschuleim Zentrum der ausgedehnten Schulbau- und Sportanlagen entlang der Schulstraße.
 
Städtebaulich und architektonisch verlangt das „sportlich“ zugeschnittene Grundstück nach einer rationalen Organisation des Gebäudes. Zunächst gilt es, genug Freiraum zu belassen, um die Bewegung für die Schüler sicherzustellen. Das Projekt wurde als sich längs erstreckender, gestufter Baukörper in dreigeschossiger Bauweise angelegt und folgende  Vorteile wurden generiert:
 
  • guter Abstand zur NMS
  • nach Süden ausgerichtete besonnte Freiräume
  • Die Stufung der Funktionsebenen erzeugt großzügige Terrassen/mögliche Freiklassen
  • klare Orientierung - mit der Burg als Bezugspunkt - zum Zentrum der Stadt.
  • Hauptunterrichtsräume sind nach Süden zur ruhigen Erschließungsstraße orientiert
  • Alle Hauptunterrichtsträume erhalten dieselben Lichtkonditionen

Die Aula ist der offene Lebens- und Aktionsraum für die unterrichtsbegleitenden Programme: seien es die Tagesbetreuung, aber auch Veranstaltungen. Sitzstufen und eine großzügige Bespielungszone für die verschiedensten Aktivitäten sie auch die Bibliothek als wichtiger Teil des pädagogischen Gesamtkonzeptes sind hier integriert.
Die Südfassaden sind zum Teil großzügig, jedoch nicht über die gesamt Fläche verglast: Parapete sind als Holzsitzelemente ausgeführt. Als Sonnenschutz dienen die weit ausladenden Vordächer über alle Ebenen, sowie ein begrünter Fassadenschleier zur Erzeugung eines guten Mikroklimas.
Der schulbezogene Freiraum stellt sich als sorgfältig gegliederter und organisierter Bereich dar, der alle relevanten Funktionen aufnimmt und ordnet. Der Schulhof der Volksschule erstreckt sich über drei Geschosse. Im Erdgeschoss wird der gestalterische Duktus der Sonderschule fortgesetzt. Eine Treppenanlage, begleitet von einer Gebäudebegrünung, die auch als Sichtschutz zur Sonderschule dient, führt in das erste Obergeschoss. Trogbepflanzungen mit Ziergräsern und Stauden gliedern die Terrassenfläche und setzen die Grüngestaltung fort. Im zweiten Obergeschoss wird zusätzlich eine größere Beetfläche als didaktisch nutzbarer Gartenbereich angeboten.