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Trapez Architektur

Modernisierung des Gymnasium Hittfeld

Schulgebäude aus den 70er Jahren wird zur modernen Lernlandschaft
Meike Hansen, Archimage
Meike Hansen, Archimage
News
04.12.2024
Das Gebäude des Gymnasium Hittfeld, das in den 1970er Jahren errichtet wurde, stand vor einer großen Herausforderung: Es war dringend sanierungsbedürftig. Nach über 50 Jahren waren nicht nur die technischen Standards überholt, sondern auch das Raumkonzept entsprach nicht mehr den Anforderungen einer zeitgemäßen Pädagogik. Eine umfassende Sanierung brachte die baulichen Standards auf den aktuellen Stand wie z.B. den Brandschutz. Doch auch die Lernumgebung wurde neu konzipiert und den modernen pädagogischen Bedürfnissen angepasst.
Um die vorhanden Räume optimal auf die neuen, zeitgemäßen Unterricht der Schule auszurichten, fand im Vorwege der Planung eine „Phase Null“ statt. In mehreren durch Trapez und sicht.weise moderierten Workshops erarbeiteten alle Beteiligten gemeinsam, was die Schule benötigt, um so zu unterrichten und lernen, wie ihr pädagogisches Konzept es vorsieht.

Der Umbau
Die Unterrichtsbereiche wurden zu Fachclustern umstrukturiert. Um die Mitten zu hellen und freundlichen Lernflächen zu verwandeln, hat Trapez jeweils einen Teil der Dachkonstruktion geöffnet und große Oberlichter hineingesetzt. Das bringt viel Tageslicht in die gemeinsame „Mitte“ und macht diese zu attraktiven Aufenthaltsorten.  Die Umgestaltung der Klassencluster unterstützt die Schule dabei, die Unterrichtsmethode des „Kabinettsystems“ umzusetzen. Jedem Cluster ist dabei ein eigener Fachbereich zugeordnet und kann individuell für die einzelnen Fächer ausgestaltet werden. Das gibt den Lernräumen eine eigene Identität.
Im Erd- und Hanggeschoss wurden die beiden Schulstraßen durch Einbaumöbel, frische Bodenbeläge und neue Beleuchtung aufgewertet. Die mäandernde Sitzlandschaft bietet viele Möglichkeiten, um zu lernen oder sich einfach nur zu treffen. Gleichzeitig strukturiert sie den langgezogenen Raum neu, so dass er wieder zu einem angenehmen Aufenthaltsort wird. Das Konzept der Sitzlandschafen zieht sich durch das gesamte Schulgebäude und bietet immer wieder Möglichkeiten, sich zu begegnen oder außerhalb der Lerncluster zu arbeiten.
Das große Forum im Erdgeschoss übernimmt die Funktion der Aula und ist Ausgangspunkt für beide Schulstraßen. Es ist das Herzstück der Schule und wurde umfassend saniert. Ein neuer Bodenbelag aus Holz, Einbaumöbel, Leuchten und Akustikelemente frischen den zentralen Ort der Schule auf. Die Bühne mit hochwertiger Bühnentechnik wurde verlängert und kann den dahinterliegenden Musikraum bei Bedarf mitnutzen. Das ermöglicht den Musik- und Theaterkursen optimale Bedingen für ihre Aufführungen. 
Die Mensa wird zum Ganztagsbereich
Im Bereich des ehemaligen Ganztags entstand ein neues Medienzentrum in Form eines modernen DigiLab. Die ganztägige Betreuung mit Selbstlernzentrum hat im Bereich der ehemaligen Mensa ein neues Zuhause gefunden. Einbaumöbel schaffen auch hier vielfältige Möglichkeiten, in kleinen oder größeren Gruppen zu arbeiten oder zu spielen.
Um die Mensa bei Bedarf wieder einzurichten, wurde dieser Bereich so konstruiert, dass er problemlos zurückgebaut und an anderer Stelle wieder montiert werden kann.