zillerplus Architekten und Stadtplaner
Grün, das Nachbarn schafft
Genossenschaftliches Quartier mit drei Höfen in Grünwald
Florian Holzherr
So selbstverständlich wie möglich. So innovativ wie nötig.
Die Gemeinnützige Baugenossenschaft Grünwald eG stellt seit ihrer Gründung im Jahre 1949 Wohnraum für ihre Mitglieder in der Gemeinde Grünwald zur Verfügung. Der Bestand entlang und nördlich der Oberhachinger Straße aus dem Jahr 1950 mit 26 Häusern, 155 Wohneinheiten und dem Verwaltungsbüro der Baugenossenschaft wurde sukzessive von 2016 bis 2023 als Quartier neu geordnet.
Ziel war es, Lebensbereiche mit einer lebendigen und intakten Nachbarschaft zu schaffen, in denen unterschiedliche Lebensformen, vom Singlehaushalt bis zur Großfamilie, von Jung bis Alt, zusammenfinden. Entstanden sind nachhaltige und energieeffiziente Gebäude, mit niedrigen Lebenszykluskosten für Wartung und Instandhaltung.
Städtebau
Die Stärkung von genossenschaftlichem Wohnen ist ein zeitgemäßes Thema und so wurde städtebaulich ein gemeinschafts- und identitätsstiftendes Motiv mit Häusern von 10 bis 14 Wohneinheiten gefunden, die sich mit kleinen Abwandlungen sehr ähnlich sind. Durch den Erwerb der Straße, die das Areal bisher trennte und deren Rückbau entsteht ein großes, parkähnliches, autofreies Grundstück von zwei Hektar, auf dem die 14 Wohnhäuser in einer offenen Struktur angeordnet sind. Kompakte Volumen gruppieren sich um drei gemeinschaftliche Höfe und bilden überschaubare, vernetzte Einheiten.
Die Besonderheit ist der große parkartige Freiraum ohne Zäune, der auch als Symbol der Offenheit der Genossenschaft gegenüber der ansonsten verschlossenen umgebenden Bebauung zu lesen ist.
Umformung Einzelhaus
Ausgehend vom klassischen Bautypus des freistehenden Hauses mit Satteldach werden die Gebäude mit einfachen Mitteln zu einem kristallinen Baukörper einer Villa umgeformt. Die Qualität des genossenschaftlichen Wohngedankens zeigt sich in den durchdachten Grundrissen.
Großzügige durchgesteckte Erschließungszonen im Erdgeschoss dienen als Verteiler innerhalb des Hauses. Sie bilden als informelle Kommunikationsräume den Übergang zwischen Wohn- und Freiraum. Diese kompakten und ähnlichen Gebäude sind ökologisch sinnvoll umsetzbar und kommen dem Genossenschaftsgedanken und der Umsetzung in Bauabschnitten entgegen.
Die Baukörperform in ihrer skulpturalen Eleganz präsentiert sich mit einer rauen Putzfassade und einem beigefarbenen Naturton. Durch die Drehung der Häuser ist die Schattenwirkung auf dem Putz bei jedem Haus anders. Die Unterschiede der Gebäude zeigen sich auch in der Ausrichtung der schrägen Laibungen zur Sonne. Die Häuser werden so als Gemeinschaft bzw. Genossenschaft eindeutig erkannt, sind aber dennoch alle leicht unterschiedlich.
Die Gemeinnützige Baugenossenschaft Grünwald eG stellt seit ihrer Gründung im Jahre 1949 Wohnraum für ihre Mitglieder in der Gemeinde Grünwald zur Verfügung. Der Bestand entlang und nördlich der Oberhachinger Straße aus dem Jahr 1950 mit 26 Häusern, 155 Wohneinheiten und dem Verwaltungsbüro der Baugenossenschaft wurde sukzessive von 2016 bis 2023 als Quartier neu geordnet.
Ziel war es, Lebensbereiche mit einer lebendigen und intakten Nachbarschaft zu schaffen, in denen unterschiedliche Lebensformen, vom Singlehaushalt bis zur Großfamilie, von Jung bis Alt, zusammenfinden. Entstanden sind nachhaltige und energieeffiziente Gebäude, mit niedrigen Lebenszykluskosten für Wartung und Instandhaltung.
Städtebau
Die Stärkung von genossenschaftlichem Wohnen ist ein zeitgemäßes Thema und so wurde städtebaulich ein gemeinschafts- und identitätsstiftendes Motiv mit Häusern von 10 bis 14 Wohneinheiten gefunden, die sich mit kleinen Abwandlungen sehr ähnlich sind. Durch den Erwerb der Straße, die das Areal bisher trennte und deren Rückbau entsteht ein großes, parkähnliches, autofreies Grundstück von zwei Hektar, auf dem die 14 Wohnhäuser in einer offenen Struktur angeordnet sind. Kompakte Volumen gruppieren sich um drei gemeinschaftliche Höfe und bilden überschaubare, vernetzte Einheiten.
Die Besonderheit ist der große parkartige Freiraum ohne Zäune, der auch als Symbol der Offenheit der Genossenschaft gegenüber der ansonsten verschlossenen umgebenden Bebauung zu lesen ist.
Umformung Einzelhaus
Ausgehend vom klassischen Bautypus des freistehenden Hauses mit Satteldach werden die Gebäude mit einfachen Mitteln zu einem kristallinen Baukörper einer Villa umgeformt. Die Qualität des genossenschaftlichen Wohngedankens zeigt sich in den durchdachten Grundrissen.
Großzügige durchgesteckte Erschließungszonen im Erdgeschoss dienen als Verteiler innerhalb des Hauses. Sie bilden als informelle Kommunikationsräume den Übergang zwischen Wohn- und Freiraum. Diese kompakten und ähnlichen Gebäude sind ökologisch sinnvoll umsetzbar und kommen dem Genossenschaftsgedanken und der Umsetzung in Bauabschnitten entgegen.
Die Baukörperform in ihrer skulpturalen Eleganz präsentiert sich mit einer rauen Putzfassade und einem beigefarbenen Naturton. Durch die Drehung der Häuser ist die Schattenwirkung auf dem Putz bei jedem Haus anders. Die Unterschiede der Gebäude zeigen sich auch in der Ausrichtung der schrägen Laibungen zur Sonne. Die Häuser werden so als Gemeinschaft bzw. Genossenschaft eindeutig erkannt, sind aber dennoch alle leicht unterschiedlich.









