Zurück zum Profil
aichner kazzer architekten

Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Amtsgebäude in Holzbauweise
Henning Koepke
Henning Koepke
Ort
Ansbach
Gebäudekategorie
Behörden, Regierungsgebäude
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2021
Material Fassade
Holz
Der Neubau des Amtsgebäudes ist ein Zentralbau mit Innenhof und vermittelt zwischen den umliegenden Bebauungen. Er bildet einen kompakten Baukörper am Grünzug des Hennenbachs und öffnet sich zu dem parkähnlichen Baumbestand im Süden.
Das 3-geschossige Amtsgebäude passt sich durch einen Niveausprung von 70 cm im Erdgeschoss an das natürliche Gefälle des Geländes an. Der Eingangsbereich mit Empfang und Treppe ist Teil des Treppenraumes. Von diesem öffnet sich über eine kurze Treppe im Erdgeschoss das Foyer zum Innenhof und in der Verlängerung zum Grünzug im Süden. An dieses Foyer sind im Süden mit Bezug zum Grünzug der teilbare Veranstaltungsraum und der Sozialraum angegliedert. Foyer, Sozialraum und Veranstaltungsraum können über großzügige Türen zu einer Einheit zusammengefasst werden. Diese bildet einen Raumverbund zwischen Innenhof und Grünzug, der bei Veranstaltungen genutzt werden kann. Durch die Anordnung auf dem tieferen Erdgeschoßniveau sind diese Räume höher.
Über die offene Treppe im Eingangsbereich wird der Beratungsbereich im ersten Obergeschoß und die Büroräume in den Obergeschossen erschlossen. Dort dient die aufgeweitete Flurzone vor den Beratungszimmern als Wartebereich für die Besucher. Sie öffnet sich zum Innenhof und Grünzug.
Das Gebäude ist als Holzhaus auf Stahlbetonbodenplatte konzipiert. Die tragenden und aussteifen-den Innenwände und Decken sind aus Massivholz, die tragenden Außenwände aus gedämmten Holzrahmen. Der Aufzugschacht und die Treppenläufe sind in Massivholz mit Brandschutz-Trockenbauverkleidungen ausgebildet. Das Dach ist als extensiv begrüntes Flachdach ausgebildet.
Der Neubau ist nach Passivhausstandard geplant. Die Anforderungen der EnEV und des EEWär-meG sind erfüllt. Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist vorgesehen. Der Restheizbedarf wird über eine Luftwärmepumpe und Fußbodenheizung gedeckt. Das Gebäude ist barrierefrei ausgebildet.
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Gerhard Simson durchgeführt.