Burckhardt
Collège Rousseau, Genf
Olivier Di Giambattista
Das Collège Rousseau in Genf wurde 1969 erbaut und erinnert mit seiner rechteckigen Form an einen italienischen Palazzo, der um einen zentralen Innenhof herum gebaut ist. Das Gebäude besitzt bemerkenswerte architektonische und denkmalpflegerische Qualitäten. Aufgrund des Gebäudezustands war jedoch eine vollständige Sanierung der historischen Substanz notwendig verbunden mit einer konsequenten Modernisierung und Erweiterung, um den steigenden Zahlen an Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden.
Ausgehend von diesen Zielen gewann Burckhardt 2018 den Architekturwettbewerb mit einem Vorschlag, der auf Kontinuität setzt: Einer Aufstockung mit einer Holzstruktur und der Fortführung der bestehenden Fassade auf diesem neuen Stockwerk.
Weit zurückgesetzt von der Strasse, eingebettet zwischen nüchternen Wohnhochhäusern im Norden und Süden sowie einer kleinteiligen Struktur aus freistehenden Mehrfamilienhäusern im Osten und Westen, liegt der Baukörper auf einem abfallenden Grundstück. Die strenge Gliederung und die rechteckige Form mit einem zentralen Innenhof prägen das Erscheinungsbild. Die Organisation des Gebäudes lässt sich an der Fassade ablesen: In den beiden verglasten Sockelgeschossen sind die Verwaltungsräume untergebracht. In den darüber liegenden Geschossen befinden sich die Unterrichtsräume, die als mineralischer Block über den Sockel auskragen.
Von aussen schreibt die Aufstockung die bestehende Fassade mit ihrem prägnanten Relief aus Betonfertigteilen so fort, dass sie erst auf den zweiten Blick erkennbar wird. Im Innern hingegen gibt sich die Intervention als eine leichte und lichte Holzkonstruktion zu erkennen, die eine warme und einladende Atmosphäre schafft.
Obwohl der Grundriss des neuen Stockwerks gleichbleibt, ist das Raumerlebnis neu: Die Geschosshöhe ist grosszügiger, das Holz bewusst sichtbar. Dank zweier grosszügiger Oberlichter profitieren die grossen Treppen vom Tageslicht. Grundrisse und Räume orientieren sich um diese natürlichen Lichtquellen. Mit der neu eingerichteten Cafeteria im Erdgeschoss gelingt es, die Offenheit zu schaffen, die Architekt Alain Ritter in seinem ursprünglichen Entwurf vorgesehen hatte: Ein Ort der Begegnung und des informellen Lernens, den die Schülerinnen und Schüler nicht nur während der Pausen nutzen.
Die Aufstockung war nicht nur eine gestalterische Entscheidung, sondern auch eine nachhaltige. Auf die Versiegelung weiterer Flächen konnte so verzichtet werden. Das Aufeinanderstapeln begrenzt zudem die Infrastruktur und rationalisiert die technischen Anlagen. Durch kürzere Verteilungswege werden Last- und Wärmeverluste vermieden.
Die leichte Holzkonstruktion (Struktur, Boden und Dach) reduziert die zusätzlichen statischen Belastungen auf ein Mass, das der Bestand ohne erhebliche Verstärkungen tragen kann. Der minimalinvasive Ansatz sparte nicht nur Kosten, sondern ist auch Teil einer nachhaltigen Wirtschaftsstrategie.
Für die Aufstockung wurden sehr hohe Energieeffizienzziele (THPE) erreicht, während für die historischen Teile die Ziele einer Minergie-Renovierung umgesetzt wurden. Diese differenzierten Massnahmen verbessern den Gesamtenergieverbrauch erheblich und respektieren gleichzeitig den Denkmalwert des Gebäudes.
Ausgehend von diesen Zielen gewann Burckhardt 2018 den Architekturwettbewerb mit einem Vorschlag, der auf Kontinuität setzt: Einer Aufstockung mit einer Holzstruktur und der Fortführung der bestehenden Fassade auf diesem neuen Stockwerk.
Weit zurückgesetzt von der Strasse, eingebettet zwischen nüchternen Wohnhochhäusern im Norden und Süden sowie einer kleinteiligen Struktur aus freistehenden Mehrfamilienhäusern im Osten und Westen, liegt der Baukörper auf einem abfallenden Grundstück. Die strenge Gliederung und die rechteckige Form mit einem zentralen Innenhof prägen das Erscheinungsbild. Die Organisation des Gebäudes lässt sich an der Fassade ablesen: In den beiden verglasten Sockelgeschossen sind die Verwaltungsräume untergebracht. In den darüber liegenden Geschossen befinden sich die Unterrichtsräume, die als mineralischer Block über den Sockel auskragen.
Von aussen schreibt die Aufstockung die bestehende Fassade mit ihrem prägnanten Relief aus Betonfertigteilen so fort, dass sie erst auf den zweiten Blick erkennbar wird. Im Innern hingegen gibt sich die Intervention als eine leichte und lichte Holzkonstruktion zu erkennen, die eine warme und einladende Atmosphäre schafft.
Obwohl der Grundriss des neuen Stockwerks gleichbleibt, ist das Raumerlebnis neu: Die Geschosshöhe ist grosszügiger, das Holz bewusst sichtbar. Dank zweier grosszügiger Oberlichter profitieren die grossen Treppen vom Tageslicht. Grundrisse und Räume orientieren sich um diese natürlichen Lichtquellen. Mit der neu eingerichteten Cafeteria im Erdgeschoss gelingt es, die Offenheit zu schaffen, die Architekt Alain Ritter in seinem ursprünglichen Entwurf vorgesehen hatte: Ein Ort der Begegnung und des informellen Lernens, den die Schülerinnen und Schüler nicht nur während der Pausen nutzen.
Die Aufstockung war nicht nur eine gestalterische Entscheidung, sondern auch eine nachhaltige. Auf die Versiegelung weiterer Flächen konnte so verzichtet werden. Das Aufeinanderstapeln begrenzt zudem die Infrastruktur und rationalisiert die technischen Anlagen. Durch kürzere Verteilungswege werden Last- und Wärmeverluste vermieden.
Die leichte Holzkonstruktion (Struktur, Boden und Dach) reduziert die zusätzlichen statischen Belastungen auf ein Mass, das der Bestand ohne erhebliche Verstärkungen tragen kann. Der minimalinvasive Ansatz sparte nicht nur Kosten, sondern ist auch Teil einer nachhaltigen Wirtschaftsstrategie.
Für die Aufstockung wurden sehr hohe Energieeffizienzziele (THPE) erreicht, während für die historischen Teile die Ziele einer Minergie-Renovierung umgesetzt wurden. Diese differenzierten Massnahmen verbessern den Gesamtenergieverbrauch erheblich und respektieren gleichzeitig den Denkmalwert des Gebäudes.




