Burckhardt
Hotel Märthof, Basel
Roman Weyeneth
Im Zentrum der Basler Altstadt, wo die Trams am Markt und dem Rathaus vorbei gen Rheinufer fahren, liegt der Märthof. Viele Jahre wurde er als Discount-Warenhaus genutzt. Burckhardt hat den Gebäudekomplex in ein Hotel umgewandelt. Mit Restaurant und Bar ist er heute wieder wie schon im 19. Jahrhundert ein belebter, öffentlicher Treffpunkt.
Nach Plänen von Heinrich Tamm wurde 1897 auf dem Areal der ehemaligen Gastwirtschaft Zur Brodlaube ein Haus mit einer Neubarock-Fassade errichtet und um die Jahrhundertwende ergänzt. 1926/27 baute das Basler Büro Artaria & Schmidt daran anschliessend in der Eisengasse ein Geschäftshaus, das zu den wenigen Beispielen des Neuen Bauens in Basel gehört.
Anfang der 1980er-Jahre wurden die Bauten zu einem Gebäudekomplex vereint. Die denkmalgeschützten Fassaden blieben erhalten, das Innere wurde entkernt und die Etagen über Rolltreppen miteinander verbunden. Der so entstandene Märthof öffnete 1983 seine Tore als Warenhaus. 2018 fiel der Entscheid, den Märthof in ein Hotel zu verwandeln, das nach knapp zweijähriger Umbau- und Sanierungszeit 2021 eröffnet wurde.
Mit der Kernsanierung in den 1980er-Jahre wurden die Fassadengliederung und die dahinterliegende baulichen Struktur voneinander getrennt. Der Umbau nutzt diesen Umstand, um spezifische räumliche Qualitäten für das Hotel zu schaffen: Alle funktionalen Räumlichkeiten für den Hotelbetrieb wurden zentral um den Erschliessungskern angeordnet und die Fassaden freigespielt. Die öffentlichen Räume wie Restaurant und Lobby haben eine grosszügige Raumhöhe, die mit bis zu ## Metern mehr als ein ursprüngliches Geschoss umfasst, während die Geschossdecken von Innen deutlich sichtbar bis vor die Fenster laufen. Auf diese Weise wird die Fassade als das lesbar, was sie ist: ein historisches Kleid, welches das Bauwerk umhüllt.
Die räumliche Gestaltung greift die ursprüngliche Nutzung des Ortes als Gaststätte und beliebter Treffpunkt auf und erweitert sie: Im durchlässigen Erdgeschoss gehen Restaurant, Bar und Lounge-Bereich fliessend ineinander. Grossflächige Hebeschiebefenster und die Aussenterrasse erweitern den Gastraum in den Sommermonaten Richtung Marktplatz. Zu allen Tages- und Jahreszeiten dient der zentrale gelegene Märthof als Treffpunkt sowohl für Hotelgäste als auch die lokale Bevölkerung.
In engem Austausch mit dem Denkmalschutz wurden die historischen Fassaden aufgearbeitet und die bauzeitlichen Eichenfenster mit ihren prägnanten Beschlägen sorgfältig ertüchtigt. Die opulente Formensprache des Neobarock wurde in eine zeitgenössische Architektursprache mit Messing als verbindendem Element übersetzt, das sich Innen wie Aussen in den verschiedenen zeitlichen Schichten des Märthofes wiederfindet.
Das aufwändige Interior Design aus gedeckten Farben, edlen Stoffen, hochwertigen Steinböden und einer riesigen Auswahl an Leuchten stammt von Iria Degen. Für die Ausstattung des Restaurants zeichnet die Zürcher Innenarchitektin Leslie Nader verantwortlich. Die großformatigen Wandgemälde in den öffentlichen Bereichen des Erdgeschosses sind von der Basler Grafikerin Patrizia Stalder.
Nach Plänen von Heinrich Tamm wurde 1897 auf dem Areal der ehemaligen Gastwirtschaft Zur Brodlaube ein Haus mit einer Neubarock-Fassade errichtet und um die Jahrhundertwende ergänzt. 1926/27 baute das Basler Büro Artaria & Schmidt daran anschliessend in der Eisengasse ein Geschäftshaus, das zu den wenigen Beispielen des Neuen Bauens in Basel gehört.
Anfang der 1980er-Jahre wurden die Bauten zu einem Gebäudekomplex vereint. Die denkmalgeschützten Fassaden blieben erhalten, das Innere wurde entkernt und die Etagen über Rolltreppen miteinander verbunden. Der so entstandene Märthof öffnete 1983 seine Tore als Warenhaus. 2018 fiel der Entscheid, den Märthof in ein Hotel zu verwandeln, das nach knapp zweijähriger Umbau- und Sanierungszeit 2021 eröffnet wurde.
Mit der Kernsanierung in den 1980er-Jahre wurden die Fassadengliederung und die dahinterliegende baulichen Struktur voneinander getrennt. Der Umbau nutzt diesen Umstand, um spezifische räumliche Qualitäten für das Hotel zu schaffen: Alle funktionalen Räumlichkeiten für den Hotelbetrieb wurden zentral um den Erschliessungskern angeordnet und die Fassaden freigespielt. Die öffentlichen Räume wie Restaurant und Lobby haben eine grosszügige Raumhöhe, die mit bis zu ## Metern mehr als ein ursprüngliches Geschoss umfasst, während die Geschossdecken von Innen deutlich sichtbar bis vor die Fenster laufen. Auf diese Weise wird die Fassade als das lesbar, was sie ist: ein historisches Kleid, welches das Bauwerk umhüllt.
Die räumliche Gestaltung greift die ursprüngliche Nutzung des Ortes als Gaststätte und beliebter Treffpunkt auf und erweitert sie: Im durchlässigen Erdgeschoss gehen Restaurant, Bar und Lounge-Bereich fliessend ineinander. Grossflächige Hebeschiebefenster und die Aussenterrasse erweitern den Gastraum in den Sommermonaten Richtung Marktplatz. Zu allen Tages- und Jahreszeiten dient der zentrale gelegene Märthof als Treffpunkt sowohl für Hotelgäste als auch die lokale Bevölkerung.
In engem Austausch mit dem Denkmalschutz wurden die historischen Fassaden aufgearbeitet und die bauzeitlichen Eichenfenster mit ihren prägnanten Beschlägen sorgfältig ertüchtigt. Die opulente Formensprache des Neobarock wurde in eine zeitgenössische Architektursprache mit Messing als verbindendem Element übersetzt, das sich Innen wie Aussen in den verschiedenen zeitlichen Schichten des Märthofes wiederfindet.
Das aufwändige Interior Design aus gedeckten Farben, edlen Stoffen, hochwertigen Steinböden und einer riesigen Auswahl an Leuchten stammt von Iria Degen. Für die Ausstattung des Restaurants zeichnet die Zürcher Innenarchitektin Leslie Nader verantwortlich. Die großformatigen Wandgemälde in den öffentlichen Bereichen des Erdgeschosses sind von der Basler Grafikerin Patrizia Stalder.






