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Dietrich Untertrifaller

Collège d´Orlinde in Bretenoux

Neubau
Aldo Amoretti
Aldo Amoretti
Ort
Bretenoux
Gebäudekategorie
Schulen
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2023
Material Fassade
Holz
Architektenpreis
Austrian Green Planet Building
Auszeichnung
In den meisten unserer Schulgebäude ist Holz allgegenwärtig, um eine helle und warme Atmosphäre zu schaffen, die das Lernen und das Zusammenleben fördert. So auch das Collège am Ortsrand von Bretenoux. Etwas von der Straße abgerückt, definiert es mit seiner breiten Westfront einen öffentlichen Platz.

Der horizontale Monolith ist harmonisch in seine ländliche Umgebung eingebettet und setzt einen urbanen Akzent am Eingang des Ortes. Das Collège d’Orlinde ist die erste Schule im Departement Lot, die dank der 1.200 m² Photovoltaikpaneele auf dem Dach mehr Energie erzeugt, als sie verbraucht.

Ein umlaufendes, weit auskragendes Vordach aus dunklem, karbonisiertem Holz schützt vor zu starker Sonneneinstrahlung. Dieses Material garantiert Langlebigkeit ohne jegliche Wartung. Die zurückhaltende, geschlossene Form steht im Kontrast zu den großzügigen, kommunikativen Innenräumen, in denen helles Holz dominiert. Einige Trennwände zwischen den Klassen wurden aus Lehmziegeln errichtet, um die Akustik und den hygrothermischen Komfort zu verbessern.

Die Räume sind übersichtlich um eine zentrale Erschließung angeordnet, welche die einzelnen Funktionsbereiche abgrenzt: Unterricht, Schulleben und Dienstleistungen. Rund um einen überdachten “Marktplatz” liegen die öffentlichen Einrichtungen: Bibliothek, Restaurant, Aufenthaltsräume und Pausenhof.

Die flexible Raumkonzeption schafft ein kreatives Lernumfeld mit einem Maximum an Funktionen und Anwendungen: Lern-, Spiel-, Sozial- oder Werkstattzonen können frei gestaltet und den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden. Der zentrale Zugang und die ablesbare Trennung der Funktionen im Inneren ergeben logische Abläufe und erleichtern die Orientierung. Innenhöfe und Oberlichter leiten das Tageslicht tief ins Gebäudeinnere. Die Klassenzimmer profitieren von einer zweiseitigen Ausrichtung.

Energieautarkie, bioklimatische Planung, Verwendung von biobasierten und lokalen Materialien, maximale Nutzung des natürlichen Lichts: Wir haben alles getan, um den CO2-Fußabdruck der Schule zu reduzieren und ihren hohen ökologischen Ansprüchen gerecht zu werden.

Auf dem Dach des Gebäudes befindet sich eine 1.200 m² große Photovoltaikanlage mit einer Kapazität von 250 Kilowattpeak. Das Collège d’Orlinde erzeugt damit mehr Energie, als es verbraucht. Im Winter wird das Gebäude mit einer Erdwärmesonde beheizt.