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IFUB*

Wohnung O

Sanierung und Umbau einer denkmalgeschützten Altbauwohnung in München
Sorin Morar
Sorin Morar
Ort
München
Gebäudekategorie
Wohnungen, Einbauten
Bauvorhaben
Sanierung
Jahr der Fertigstellung
2024
Material Fassade
Putz
Die Optimierung bestehender Wohnungen ist eine Leidenschaft von uns. Familien zu helfen, ihren angestammten Wohnraum nicht verlassen zu müssen und gleichzeitig mit gezielten Eingriffen die Wohnsituation in vielerlei Hinsicht zu verbessern, erfüllt uns immer wieder mit Freude. Ein besonders schönes Beispiel hierfür ist die Wohnung O bei der wir einmal mehr zeigen durften, dass für großzügiges Wohnen nicht viele Quadratmeter notwendig sind.

Die familiengerechte Optimierung von Altbauwohnungen ist mittlerweile eine Spezialität des IFUB*. Bei der Wohnung O war in Abstimmung mit dem Denkmalschutz einiges an Umbauten möglich. Durch die raumsparende Umgestaltung von Küche, Wohnzimmer und Bad wurde die Abtrennung eines dringend benötigten zusätzlichen Zimmers möglich. Im Zuge dessen wurde auch der Stauraum so verbessert, dass die vierköpfige Familie nun auf ca 84m² keinesfalls beengt, sondern luftig und hell wohnen kann. Auch gestalterisch wurde aus dem Vollen geschöpft und mit den Bewohner*innen ein farbenfrohes Farb- und Materialkonzept entwickelt das Freude macht!

Größte Maßnahme war die Entfernung der Zwischenwand und des alten ungenutzen Kaminzugs um einen großzügigen Raum für Wohnen, Kochen und Essen zu generieren. Wichtig auch: aus einem Bad und einer Abstellkammer wurde ein neues Wannen- und ein zusätzliches Duschbad. Trotzdem konnte die Wand versetzt und mehr Platz für die neue Küche mit Esstisch geschaffen werden. Der Verlauf der alten Wände ist am Bodenbelag nach wie vor ablesbar.

Durch die Optimierung von Wohnen, Kochen und Essen zu einem Raum, wurde genug Platz geschaffen, um ein zusätzliches Zimmer im Bereich der früheren Küche abzutrennen. Hier befindet sich nun das Elternschlafzimmer, aber auch ein kleiner Arbeitsbereich. Durch ein großes, schallgedämmtes Fenster fällt Licht durch das Schlafzimmer ins Wohnzimmer. Das Innenfenster wird abends mit einem Vorhang verschlossen. So bleibt die Privatsphäre gewahrt.

Die Küche wurde auf die andere Seite des Gebäudes verlegt und liegt nun direkt am Balkon zum Innenhof. Hinter der zurückversetzten Wand aus Lehmbauplatten liegt das neue Wannenbad, sowie der Flur. Für die Pufferung von Feuchtigkeit und Gerüchen wurden nicht nur die neuen sondern auch die alten Wände mit Lehm gespachtelt, sowie eine neue abgehängte Decke aus Lehmbauplatten eingezogen.

Das Küchenmöbel besteht aus den alten, weißen Unterschränken der früheren Küche, die mit neuen farbenfrohen, gelben Oberschränken in eine hellblaue Schrankwand eingebettet wurden. So wurde nicht nur Platz für alle Küchenutensilien und einen Hochkühlschrank geschaffen sondern auch zusätzlicher Stauraum. Der Griff des Kühlschranks wurde als Farbklecks und Hingucker entworfen und macht aus der Küche eine dreidimensionale Grafik.

Auf dem Fußboden aus altem und neuem Parkett aus geöltem Eichenholz wurden die Positionen der alten Wände sichtbar belassen, bzw. nur mit neuem Parkett gefüllt um so viel möglich des originalen Parketts zu erhalten.

Der Flur wurde mit einem großen Einbaumöbel ausgestattet, das so gut wie alle Stauraumprobleme der Familie löst.
Das Flurmöbel wurde farblich passend zum Küchenmöbel und den Bädern gestaltet und überrascht an den Durchgängen zu Bad und Wohnungstür mit offenen, farbigen Einbuchtungen. Auch die Garderobe wurde neben der Eingangstür ins Flurmöbel integriert.

Das Wannenbad betritt man nun aus der Küche. Es ist an gleicher Stelle wie das alte Bad positioniert, wurde aber vom Platz her deutlich optimiert. Jeder Quadratzentimeter wurde optimal ausgenutzt, so dass trotz deutlicher Verkleinerung zum vorherigen Bad immer noch eine kleine Badewanne Platz fand. Farblich wurden hier ebenso die Farben weiß, hellblau, dunkelblau und als Akzentfarbe coral kombiniert.

Die kompakte Wanne wurde so in eine Nische integriert, dass diese ohne Duschvorhang auskommt. Der Spiegelschrank über dem Waschtisch ist in die Wand eingesetzt. Optimale Platzausnutzung, wenn auch schallschutztechnisch nicht optimal.

Die Bäder wurden optisch in drei Teile unterteilt. Der untere Bereich ist wie auch schon in der Küche in weiß gehalten. Der mittlere Bereich ist in einem hellen Blauton gestrichen. Weiße Fliesen mit dunkelblauen Fugen ergänzen die unteren Ebenen. Die Decke und das Deckenfries wurden dunkelblau gestrichen. Als Akzentfarbe wurde auch hier coral verwendet. Soweit möglich wurden auch alte Bauteile ins neue Konzept integriert - wie hier das Bestandsregal welches lediglich einen neuen Farbanstrich erhielt. Geachtet wurde selbst auf kleinste Details - so auch beim Unterschrank des Waschtischs und beim Handtuchhalter.

Zwischen den beiden Bädern wurden zwei Oberlichter angeordnet, um auch das kleine Duschbad mit natürlichem Licht zu versorgen.

Im Anschluss an das alte Badfenster zeigt sich der Übergang zwischen neu und alt. Die Fliesen wurden an den Putz mit einer Hohlkehle angeschlossen, so wie das bei Gebäuden diesen Baujahrs üblich war. Die Fensterbank aus Naturstein aus einem früheren Umbau wurde ebenso erhalten.

Das Duschbad zeigt sich kompakt und aufgeräumt. Die Duschwanne wurde mit der Badewanne des Wannenbades überschnitten und spart so Platz. Der Einbauschrank ist gleichzeitig die Rückwand zum Wannenbad und die Seitenwand zur Dusche. Auch hier wurde absolut raumsparend geplant. Durch die beiden Oberlichter erhält das innenliegende Bad natürliches Licht.

Ein in die Fliesen integrierter großer Spiegel vergrößert den Raum optisch. Alle Elemente im Raum sind auch farblich aufeinander abgestimmt und tragen zum harmonischen Gesamtbild bei. Trotz seiner Kompaktheit wirkt das Bad nicht beengt.

Als letzte bauliche Veränderung wurde vom größten Zimmer der Wohnung ein kleiner Vorraum abgetrennt. Hier findet die Wäschestation, aber auch zusätzlicher Stauraum Platz. Auch wurden dadurch die Zimmergrößen der beiden Kinder auf ein ähnliches Maß gebracht. Hier auch schön zu sehen - alle Bestandstüren wurden gerettet und an neuen Positionen oder in neuen Wänden eingebaut.