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KERSTEN KOPP ARCHITEKTEN

Modulare KITA-Bauten für Berlin - Typ 60+

Ort
mehrere Standorte in Berlin
Gebäudekategorie
Kitas, Kindergärten
Bauvorhaben
Neubau
Architektenpreis
1. Preis Wettbewerb
Gegenstand des Wettbewerbs war der Entwurf und die Entwicklung eines zweigeschossigen KITA-Baus Typ 60 plus (60 Plätze erweitert auf 120 Plätze), der aufgrund seines hohen Vorfertigungsgrades und seiner modularen Bauweise schnell, kostengünstig und ökologisch errichtet werden kann. Die Standorte sind berlinweit vorgesehen. Der modulare KITA-Bau Typ 60 plus in 2-geschossiger Bauweise soll an ca. 20 Standorten errichtet werden. Somit soll der neue Bautyp flexibel auf verschiedene Grundstückszuschnitte sowie bestehende Bebauung reagieren können und in unterschiedlichen städtebaulichen Zusammenhängen realisierbar sein.

Entwurf
Verschiedene städtebauliche Situationen erfordern einen modular aufgebauten flexiblen und kompakten Baukörper, der sich auch in beengte Grundstücke einfügen kann. Durch die Ausbildung eines Gruppenraum-, eines Nebenraum- und eines Eingangs- und Erschließungsmoduls sind durch unterschiedliche Anordnung der Grundmodule mehrere Gebäudefiguren möglich (Riegel, L-Form, Hofhaus). Die Kita wird an einer Gebäudeecke erschlossen und lässt so Erschließungssituationen von der Längs- oder der Querseite zu. Durch Spiegelung ist das Gebäude so an alle Erschließungen anpassbar. Durch die Zweibund-Typologie mit durchgehendem Mittelflur ist das Gebäude in Längsachse oder über Eck an Bestandsbauten anschließbar und kann sich so in verschiedene bestehende Gebäudekompositionen einfügen. Über einen einladenden Eingangsbereich wird der durchlaufende großzügige Spielflur erreicht, der an seinen Enden großzügigen Kontakt zum Außenraum aufweist. Dort befinden sich die Funktions-, bzw. Multifunktionsräume, die sich in den Außenraum orientieren und sich mit dem Spielflur zusammenschalten lassen. Durch die angenehme hölzerne Hülle der Kita entstehen attraktive Fassaden zu allen Gebäudeseiten, welche sich in den baulichen Kontext einfügen.

Struktur des Gebäudes
Dem Spielflur als Rückgrat des Hauses sind beidseitig die Gruppen- und Nebenraummodule sowie das Eingangs- und Erschließungsmodul in unterschiedlichen Figurationen angelagert. Jedem Gruppenraummodul ist ein Funktions- bzw. Multifunktionsraum in der Nebenraumzone zugeordnet, der in den Spielflur erweitert werden kann. In den Gruppenraummodulen sind die den Gruppen- und Gruppennebenräumen jeweils direkt zugeordneten Sanitärbereiche so angeordnet, dass sich vor jedem Gruppenraumpaar ein gemeinsamer „Vorplatz“ mit Garderobe als Fluraufweitung ausbildet. Die zentrale Treppe schließt sich an den überdeckten Eingangsbereich mit einem Gebäudehohen Luftraum an und ermöglicht so eine gut Orientierung im Gebäude und kurze Wege in den Etagen.

Bauherr: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Berlin
Leistungsphasen: 1-9
BGF: 980 m²
BRI: 3.470 m³
Pläne/Perspektiven/Modell: Kersten Kopp Architekten GmbH