Brigida González für OSA Ochs Schmidhuber Architekten
Das Quartier
In enger Abstimmung mit der Stadtgestaltungs- und Lokalbaukommission entwickelten OSA Ochs Schmidhuber Architekten den Masterplan für das neue, im Münchener Osten gelegene, gut an das Stadtzentrum und das Umland an-geschlossene Quartier die Macherei München. Als Partner für den Entwurf des Freiraumkonzeptes wurde das Studio Vulkan (Zürich/München) herangezogen. Zusammen entwickelten beide Teams ein Stadtquartier aus sechs Baufeldern, das sehr genau nach diesem ersten Grundkonzept realisiert wurde. Im Sommer 2016 schrieb die Stadtgestaltungskommission schließlich einen internationalen Wettbewerb zu den vorderen, an der Berg am Laim-Straße liegenden Baufeldern aus. Das Ergebnis besteht heute aus Planungen zu sechs Baukörpern durch drei international arbeitende Büros. Der von OSA Ochs Schmidhuber Architekten geplante Inkubator an der Nord-Ost-Ecke des Quartiers an der Levelingstraße mit einer Fläche von 15.000 m2 ist das erste fertiggestellte Gebäude des gesamten Quartiers. Die wichtigsten und repräsentativsten Zugänge zum Inkubator liegen an der zentralen Piazza des Areals, auf der das öffentliche Leben stattfindet.
Inkubator
Der Inkubator ist als klassischer Block in Form eines Donut mit innenliegendem Hof geplant. Der Baukörper ist zweigeteilt: Er besteht aus dem dreigeschossigen Sockel, der Erdgeschoss, erstes und zweites Obergeschoss umfasst. Getreppt liegt darauf das vierte Geschoss als Basis für den markanten, darüberliegenden zweigeschossigen Stahl-Glas-Korpus mit flexibler Lamellenstruktur aus Metall, Glas und Alu-Streckmetall. Durch die rhythmische Baumassengliederung des Inkubator formieren sich große Terrassen mit viel Freiraum, Grün und weiten Ausblicken. Die Zweiteilung der Architektur mischt Alt und Neu: Während der rot-braune Sockelbereich mit hinterlüfteter Ziegelfassade an klassische Industriearchitekturen erinnert, steht der optisch leichte Aufsatz mit seiner metallenen Elementfassade und den außenliegenden Sonnenschutzlamellen für Fortschritt und Zukunft der Inkubator wird so zu einer architecture parlante.


