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TOPOTEK 1

Situative Optimierung

Sport-, Freizeit- und Ökologiepark Ponsonne
ArtefactoryLab
ArtefactoryLab
Ort
Manosque
Gebäudekategorie
Sport und Freizeit
Bauvorhaben
Umbau
Jahr der Fertigstellung
2028
Material Fassade
Glas
Architektenpreis
1. Preis
Der Wettbewerb für die Plaine de la Ponsonne ist Teil der nationalen Ausschreibung „QUARTIERS DE DEMAIN“, die darauf abzielt, archetypische Standorte auf dem gesamten französischen Staatsgebiet neu zu denken und neu zu definieren.

Die zwischen Februar und Oktober 2025 auf diesem Gelände durchgeführten Entwurfsstudien boten uns die Gelegenheit zu einer grundlegenden Auseinandersetzung mit den fehlerhaften urbanen Landschaften, die aus einer additiven, nebeneinanderstellenden Planung hervorgegangen sind. Unser Ziel war es, nicht nur zur Entwicklung dieses konkreten Projekts beizutragen, sondern auch zu den nationalen und internationalen Debatten über territoriale Regeneration. Während das Ziel der landschafts-, städtebau- und architekturbezogenen Studie darin bestand, konkrete lokale, räumliche, programmatische und strategische Antworten zu liefern, stellt unser Vorschlag vor allem eine Gelegenheit dar, übertragbare Methoden für die Zukunft dieser fragilen, zugleich aber potenziell resilienten urbanen Territorien für die kommenden Jahrzehnte zu formulieren.

Die „situative Optimierung“ wird als Methodik und Strategie zur Aufwertung bestehender Landschaften durch präzise, kontextsensibel abgestimmte Eingriffe entwickelt, die Ausgewogenheit schaffen und eine erneuerte funktionale Hierarchie anbieten. Durch drei sich ergänzende Modi — Artikulation, Hybridisierung und Potenzierung — arbeitet dieser Ansatz mit dem „bereits Vorhandenen“ und kalibriert die reichlich vorhandenen, jedoch fragmentierten Rest-Architekturen und Freiräume der modernistischen Planung neu, um daraus Quartiere zu formen, die sich durch hohe Qualität in Städtebau, Architektur und Landschaft auszeichnen. Diese Strategien stärken die Identität und fördern soziale Begegnungen durch neue Nutzungsmischungen, verbessern die ökologische und klimatische Resilienz durch die Reduzierung bebauter Flächen und gewährleisten zugleich wirtschaftliche Vernunft, da Optimierung in Bezug auf Unterhalt und Pflege kostengünstiger ist als ein vollständiger Neubau.

Der erste Schritt der Optimierung konzentriert sich auf die Neugestaltung der Mobilität, die Schaffung von Schleifen, die Klärung und Verbesserung der Erschließung sowie die Berücksichtigung topografischer, geografischer und sozialer Rahmenbedingungen. Nach der Öffnung entlang einer Nord-Süd-Achse wird das Areal zu einem Begegnungsort, an dem Einrichtungen, Wege und Grünräume zur Entstehung sozialer, kultureller und generationenübergreifender Verbindungen beitragen.

Die Wiederverwendung zweier Gebäude verkörpert unsere neue Interpretation hybrider, multifunktionaler öffentlicher Räume. Die Neugestaltung des „Central Social Club“ schafft einen neuen Ankerpunkt, ein ikonisches Ziel – einen Katalysator auf Basis der Wiederverwendung zwischen der oberen Plaza und der darunterliegenden Sportesplanade – der sportliche, freizeitbezogene und kulturelle Aktivitäten aufnimmt. Die Erweiterung der Tribünen des Fußballfeldes verwandelt die bestehende Struktur in einen lebendigen neuen Knotenpunkt, der das Vereinsleben mit dem Quartiersleben verknüpft.

Schließlich schafft die Renaturierung des Baches zu einem durchgehenden Uferkorridor ein neues grünes Rückgrat – zugleich Ort der Erholung, kühle Insel und prägende landschaftliche Struktur für das gesamte Tal.

Architektur, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung: Topotek 1
in Zusammenarbeit mit Jean-Marc Chancel Architecte, Ingérop, Actierra, Le Cabanon Vertical, Belvédère