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Trapez Architektur

Architektur und Sicherheit

Die neue Leitstelle in Bad Oldesloe
Meike Hansen, Archimage
Meike Hansen, Archimage
Ort
Bad Oldesloe
Gebäudekategorie
Justiz, Polizei, Feuerwehr
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2025
Material Fassade
Mauerwerk
Architektur und Sicherheit – Der neue Leitstellenbau in Bad Oldesloe
Der Neubau der Integrierten Regionalleitstelle Süd im Herzen eines entstehenden Gewerbegebiets setzt neue Maßstäbe in der Gestaltung anspruchsvoller Arbeitsumgebungen für Einsatzkräfte. Seit Juli 2025 steuert die Leitstelle von hier aus über 350 Feuerwehren, zahlreiche Rettungsmittel und den Rettungshubschrauber Christoph 12 Das Gebäude erfüllt höchste ergonomische und technische Anforderungen und strebt zugleich den DGNB-Gold-Standard an.
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Funktionalität trifft Ästhetik: Architektur mit Nutzerfokus
Die Architektur des Gebäudes ergibt sich aus einer intensiven Nutzerbeteiligung, die Arbeitsabläufe, Bedürfnisse und Funktionsbeziehungen präzise analysierte.

Die Raumlogik: Effizienz und Kommunikation
So entstand eine durchdachte Raumlogik in L-Form: Ein Gebäudeflügel beherbergt taktische und operative Bereiche wie Notrufannahme und Lagezentren, der andere die Verwaltung. Dazwischen schafft eine Kommunikationszone einen funktionalen Puffer zwischen der fokussierten, hochkonzentrierten Disponententätigkeit und den verwaltenden Arbeitsprozessen. Sie ermöglicht den notwendigen Austausch und sorgt für eine ausgewogene Atmosphäre zwischen konzentriertem Arbeiten und Kommunikation.

Licht, Akustik & Atmosphäre: Innenräume für höchste Konzentration
Exakt nach Norden ausgerichtet hebt sich das Gebäude bewusst von der strengen Gewerbegebietsrasterung ab, wirkt selbstbewusst zurückhaltend mit einer steinernen Fassade, deren reliefartige Struktur das wechselnde Tageslicht lebendig einfängt. Im Inneren gewährleisten großflächige, blendfreie Verglasungen optimale Lichtverhältnisse und verbinden visuell die verschiedenen Funktionsbereiche – so trägt die Architektur zum Bewusstsein gemeinsamer Verantwortung bei.

Akustik-optimierte Oberflächen und Materialien wie Holzlamellen prägen die atmosphärische Wärme der Innenräume, während der begrüßte Innenhof „Kirschhain“ als naturnaher Rückzugsort dient. Die skulpturale Form erinnert an einen Findling in der Landschaft und symbolisiert die stille Kraft und Präzision der Leitstellenarbeit.

Mit diesem Projekt möchten wir zu einem neuen öffentlichen Blick auf die Architekturen hochsensibler Leitwarten einladen, die weit mehr als nüchterne Funktionalität sind: Sie sind Räume für Leben und Rettung, Kommunikation und höchste Konzentration – und verdienen eine stärkere architektonische Wahrnehmung und Wertschätzung.