Hertha Hurnaus
Die Volksschule Molitorgasse verbindet eine denkmalgerechte Sanierung funktional mit einem neuen Ganztagesangebot und transformiert den bestehenden Schulbau zu einem offenen, vielschichtigen Lern- und Lebensraum. Der Ergänzungsbau, neue Freiflächen und gezielte Entsiegelung schaffen ein kindgerechtes Umfeld, das funktionale Anforderungen, räumliche Überraschungen und sozialen Mehrwert zu einer stimmigen Gesamtkomposition vereint.
Zentrales Entwurfsmotiv ist die Öffnung der Rückseite: Gestapelte Freiklassen verwandeln die Schule in einen Lern- und Spielort auf allen Ebenen. Innen- und Außenräume greifen ineinander, Unterricht und Pause werden räumlich neu gedacht. Die Schule präsentiert sich nicht mehr als abgeschlossener Baukörper, sondern als durchlässige Struktur, die sich respektvoll um den bestehenden Ginkgobaum schmiegt, der als Naturdenkmal verstanden wird.
Mit der Erhöhung des hinteren Hofniveaus wurden die zeitgemäßen Funktionen eines angemessenen, barrierefreien Haupteingangs, einer Zentralgarderobe und eines, auch extern zugänglichen Bewegungsraums mit sämtlichen Nebenräumen geschaffen. Gleichzeitig entstehen erstmals kindgerechte Proportionen im Hofraum. Die zuvor beengte Situation wird aufgelöst und in einen großzügigen, gut nutzbaren Aufenthalts- und Bewegungsraum transformiert.
Das Dach über dem Neubau ist hier weit mehr als ein funktionaler Abschluss. Mehrgeschossige, ineinanderschwingende Freiflächen staffeln den Außenraum vertikal und erweitern das Raumangebot der Schule bis nach oben. Großzügige, runde Oberlichter mit bis zu zwei Metern Durchmesser sind begehbar und von Sitzbänken gefasst. Sie verbinden oben und unten, innen und außen auf spielerische Weise und bringen Licht tief in das Gebäude. Farbige Laibungsverkleidungen setzen gezielte Akzente und entfalten ihre Wirkung je nach Tages- und Lichtsituation neu.
Die Integration einer Druckbelüftungsanlage im Stiegenhaus ermöglicht im Brandfall einen kontrollierten Rauchabzug. Dadurch konnten klassische Brandschutzportale vermieden werden und der zuvor enge Gang wird zur großen Pausenfläche. Die Treppe selbst wird Teil dieses Aufenthaltsraums: Sie ist in die Pausenfläche integriert und über Podeste mit den Freiklassen verbunden, wodurch sie sich vom reinen Erschließungselement zum sozialen Raum verwandelt. So wird das Stiegenhaus zur vermittelnden Zwischenzone von Innen und Außen, und das gesamte Gebäude zu einem fließenden Raumkontinuum. Eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung versorgt alle Bildungsräume mit Frischluft und schafft die Grundlage für ein gesundes, konzentriertes Lernumfeld.
Die Rückseite des Gebäudes erscheint wie ein offenes Regal, welches lediglich mit Netzen gesichert und bewusst ohne klassische Absturzsicherungen ein außergewöhnliches Raumerlebnis entstehen lässt. Der Blick öffnet sich und die Freiklassen verschmelzen visuell mit dem Freiraum. Diese Offenheit vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Großzügigkeit ein wesentliches Qualitätsmerkmal des neuen Lernraums.
Abgerundet wird das Projekt durch einen partizipativen Planungsprozess: Pädagoginnen und Schülerinnen waren aktiv in die Gestaltung und Ausstattung eingebunden. Die Volksschule Molitorgasse ist damit nicht nur saniert, sondern neu interpretiert. Als Schule, die Raum als pädagogisches Werkzeug versteht.
Zentrales Entwurfsmotiv ist die Öffnung der Rückseite: Gestapelte Freiklassen verwandeln die Schule in einen Lern- und Spielort auf allen Ebenen. Innen- und Außenräume greifen ineinander, Unterricht und Pause werden räumlich neu gedacht. Die Schule präsentiert sich nicht mehr als abgeschlossener Baukörper, sondern als durchlässige Struktur, die sich respektvoll um den bestehenden Ginkgobaum schmiegt, der als Naturdenkmal verstanden wird.
Mit der Erhöhung des hinteren Hofniveaus wurden die zeitgemäßen Funktionen eines angemessenen, barrierefreien Haupteingangs, einer Zentralgarderobe und eines, auch extern zugänglichen Bewegungsraums mit sämtlichen Nebenräumen geschaffen. Gleichzeitig entstehen erstmals kindgerechte Proportionen im Hofraum. Die zuvor beengte Situation wird aufgelöst und in einen großzügigen, gut nutzbaren Aufenthalts- und Bewegungsraum transformiert.
Das Dach über dem Neubau ist hier weit mehr als ein funktionaler Abschluss. Mehrgeschossige, ineinanderschwingende Freiflächen staffeln den Außenraum vertikal und erweitern das Raumangebot der Schule bis nach oben. Großzügige, runde Oberlichter mit bis zu zwei Metern Durchmesser sind begehbar und von Sitzbänken gefasst. Sie verbinden oben und unten, innen und außen auf spielerische Weise und bringen Licht tief in das Gebäude. Farbige Laibungsverkleidungen setzen gezielte Akzente und entfalten ihre Wirkung je nach Tages- und Lichtsituation neu.
Die Integration einer Druckbelüftungsanlage im Stiegenhaus ermöglicht im Brandfall einen kontrollierten Rauchabzug. Dadurch konnten klassische Brandschutzportale vermieden werden und der zuvor enge Gang wird zur großen Pausenfläche. Die Treppe selbst wird Teil dieses Aufenthaltsraums: Sie ist in die Pausenfläche integriert und über Podeste mit den Freiklassen verbunden, wodurch sie sich vom reinen Erschließungselement zum sozialen Raum verwandelt. So wird das Stiegenhaus zur vermittelnden Zwischenzone von Innen und Außen, und das gesamte Gebäude zu einem fließenden Raumkontinuum. Eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung versorgt alle Bildungsräume mit Frischluft und schafft die Grundlage für ein gesundes, konzentriertes Lernumfeld.
Die Rückseite des Gebäudes erscheint wie ein offenes Regal, welches lediglich mit Netzen gesichert und bewusst ohne klassische Absturzsicherungen ein außergewöhnliches Raumerlebnis entstehen lässt. Der Blick öffnet sich und die Freiklassen verschmelzen visuell mit dem Freiraum. Diese Offenheit vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Großzügigkeit ein wesentliches Qualitätsmerkmal des neuen Lernraums.
Abgerundet wird das Projekt durch einen partizipativen Planungsprozess: Pädagoginnen und Schülerinnen waren aktiv in die Gestaltung und Ausstattung eingebunden. Die Volksschule Molitorgasse ist damit nicht nur saniert, sondern neu interpretiert. Als Schule, die Raum als pädagogisches Werkzeug versteht.









