Zurück zur Startseite
KNOWSPACE architecture + cities BDA

Stuttgarter Pavillon

Foto: Thomas Ott
Foto: Thomas Ott
Ort
Stuttgart
Gebäudekategorie
Hochschulen
Bauvorhaben
Umbau/Sanierung
Jahr der Fertigstellung
1999
Stuttgart / Germany

Entwurf:         
Erhard An-He Kinzelbach + Till Schweizer

Projektart:         
Beauftragung nach Internationalem Realisierungswettbewerb 1.Preis

Auftraggeber:         
Universität Stuttgart / Universitätsbauamt

Fachplaner:         
Boromir Radovic/ FMPA Baden-Württemberg (Holzbau), Gerhard Meissner (Statik)

Fläche:         
54 m2 BGF

Planungs- / Bauzeit:     
1999

Der Pavillon steht im Foyer der Universität Stuttgart und lädt in dem mehrgeschossigen Raum zum Verweilen ein. 7x8 Rasterfelder mit dem Modulmaß 50x141cm formen eine gestufte Landschaft. Sequentiell variieren die Raumquerschnitte aufgrund von lokalen programmatischen Anforderungen von Rahmenachse zu Rahmenachse. Die Stufen im Boden, die indirekten Lichtschlitze in der Decke, und eine Bank, sowie unterschiedliche Fachgrößen, ein Auslagefenster und ein Oberlicht in der Regalschicht werden zu raumbildenden Faktoren.

Die Konstruktion nutzt die spezifischen Rahmenbedingungen und den besonderen Maßstab - zwischen einem Möbel und einem Gebäude - für eine der Aufgabe angemessene Lösung jenseits der eingespielten Bausysteme, mit minimalem Eingriff in die Umgebung. Der Holzbaupavillon aus Furnierschichtholz ist als gereihter Skelettbau ohne feldweise Aussteifung und Fundament errichtet worden. Die Steifigkeit in Querrichtung wird mittels CNC-gefräster Pfropfen und eingeleimter Gewindestangen in der Eckverbindung erreicht. In Längsrichtung ist der Pavillon bewusst nicht vollständig ausgesteift. Hier wirken das Eigengewicht der Konstruktion und die Kraftkopplung aus den Holztafeln mit ihren mehrfach geschraubten Auflagern zusammen mit der Vorspannung im Fußpunkt. Als Druckelement zwischen den Rahmen wurden mehrfach aufeinander geleimte Kreuzholzbalken verwendet, die Dank einer Kooperation mit der Materialprüfanstalt Baden-Württemberg erstmalig in einem Bauwerk, noch vor Abschluss der Zulassungsprüfung eingesetzt werden konnte.