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sauerbruch hutton

M9 Museum, Venedig-Mestre

Alessandra Chemollo © Polymnia Venezia
Alessandra Chemollo © Polymnia Venezia
Ort
Venezia VE
Gebäudekategorie
Museen, Galerien
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2018
Material Fassade
Keramik
Architektenpreis
Polis Award 2017 (Anerkennung)
M9 ist ein Museum für die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Es ist Teil eines kleinen, neu entstehenden Museumsviertels in Mestre, auf Venedigs terra ferma, und Triebfeder einer angehenden Stadterneuerung. Teils Bildungs- und teils Veranstaltungsort, dient es als komplementäres Gegenüber zu der vom Tourismus dominierten Inselstadt vor allem als Ort lokaler Identifikation.
Den Mittelpunkt des Viertels bildet ein kleiner Museumsplatz, der Teil einer neuen Wegeverbindung von der zentralen Piazza Erminia Ferretto zur Via Cappuccina ist. Diese Diagonale durch einen bisher unzugänglichen Block wird vom Hauptgebäude des Museums und einem kleineren Verwaltungsbau flankiert und führt weiter durch den Innenhof des Convento delle Grazie, einem Klosterbau aus dem 16. Jahrhundert, der saniert und umgenutzt wird. Restaurants und Geschäfte in den Erdgeschosszonen beleben den gesamten Weg durch den Block.
Auch das Museumsgebäude beherbergt im Erdgeschoss öffentliche Funktionen wie Mediathek, Auditorium, Museumsshop und Café. Die Ausstellungs- und Veranstaltungsbereiche in den Obergeschossen erreicht man über eine dramatisch inszenierte Treppe. Eine Dauerausstellung führt auf „narrativen Pfaden“ durch die Moderne Italiens, eine tagesbelichtete White Box auf der obersten Etage steht für Wechselausstellungen zur Verfügung.
M9 ist ein aktives Museum ohne Schwelle zwischen Innen und Außen, das Bewohner wie Touristen, Jung wie Alt adressiert und als sozialer Ort die Essenz der europäischen Stadt am Leben erhält.

Aufgabe Museumsneubau mit Mediathek und Auditorium sowie Umnutzung von Bestandsgebäuden zu Büros, Konferenzzentrum, Einzelhandel, Gastronomie
Bauherr Fondazione di Venezia; Polymnia Venezia
Größe 25.600 m² (BGF)
Wettbewerb 1. Preis, 2010
Bauzeit 2014–2018