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Veit Aschenbrenner Architekten

Neuapostolische Kirche Wien Penzing

Foto: Hertha Hurnaus
Foto: Hertha Hurnaus
2011 wurde von der Neuapostolischen Kirche Österreich ein geladener Wettbewerb durchgeführt den unser Büro für sich entscheiden konnte.
Vorausgegangen waren eingehende Untersuchungen des Vorgängerbaus durch die Neuapostolische Kirche. Es wurde der Entschluss gefasst die 1972 errichtete Bezirkskirche nicht zu sanieren sondern durch einen Neubau zu ersetzen.

Es folgte eine intensive Planungsphase bis schließlich im Sommer 2013 mit einem feierlichen Spatenstich mit dem Bau begonnen wurde. Der Neubau der Neuapostolischen Kirche ist als zeichenafter Baukörper mit städtebaulicher Wirkung ausgebildet. Der Baukörper nutzt die zulässige Bauhöhe aus und generiert daraus einen semantischen Mehrwert. „Du bist der Fels auf den Ich meine Kirche baue“ (nach Matthäus16, 18-19).

Der skulpturale Ansatz mit entschiedenen Öffnungen wird unterstrichen durch die gewählte Bauweise aus Leichtbeton, die einen Baukörper wie aus einem Guss erzeugt. Ein Einschnitt in der Straßenfassade bildet den Eingang, der höchste Punkt markiert den Altar. Die Bauplastik interpretiert historische Kirchenbauten mit Glockenturm und ist somit eindeutig als Sonderbau mit sakraler Nutzung erkennbar. Die Kirche steht am Platz ohne sich abzugrenzen. Über den eingeschnittenen Baukörper gelangt man in ein helles Foyer mit seitlichem Oberlicht. Von hier aus betritt man den Kirchenraum mit 145 Sitzplätzen. Durch sein schräges Oberlicht strömt das Licht von Nordwesten auf die über 10 Meter hohe geneigte Wand hinter dem Altar. Die helle Betonfläche reflektiert das Licht diffus, verstärkt die konzentrierte Atmosphäre und erzeugt einen gestimmten und kontemplativen Raum. Das Lichtband über der Empore löst die Decke und öffnet den Raum.

Das Foyer verteilt in die weiteren Gemeinderäume, die halbgeschoßig nach oben und nach unten versetzt sind. Dadurch sind die Erschließungszonen auch Kommunikationszonen mit großzügiger Wirkung. Der anschließende Freibereich ist halbgeschoßig in den Garten gesenkt, so dass dem Gemeindesaal mit 75 Sitzplätzen ein direkter ebenerdiger Freibereich zugeordnet werden konnte. In den oberen Geschoßen gibt es Räume für die Kinder, Verwaltung und Zimmer für den Religionsunterricht. Über eine Galerie im zweigeschossigen Foyer erreicht man die Kirchenempore, die weitere 30 Sitzplätze aufnimmt.
Das Materialkonzept ist nachhaltig und zeitlos, es folgt dem Anspruch auf Wahrhaftigkeit; Beton als Stein der Zeit in Kombination mit Holzelementen als nachwachsender Rohstoff. Die monolithische Erscheinung entspricht der Konstruktion und der Raumform.


geladener Wettbewerb, 1. Preis, 2011

Fertigstellung:
2014