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Dietz · Joppien · Hammerschmidt

Matchbox

Stefan Schilling
Stefan Schilling
Ort
Eschborn
Gebäudekategorie
Bürohochhäuser
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2023
Material Fassade
Glas
Für Lang & Cie. Sechste Projektentwicklung GmbH & Co. KG hat D J H Architekten das next level Energiehaus „Matchbox“ geplant. Das Bürohochhaus an der Frankfurter Straße in Eschborn bietet ganz im Sinne von New Work flexible Flächen auf zehn Geschossen. Je nach Bedarf können in den stützenfreien Etagen Großraumbüros oder Einzelbereiche frei eingeteilt werden. In den unteren Geschossen befinden sich zudem Entwicklungs- und Testflächen für Elektromobilität.

Die Besonderheit des Projekts: Seine allseitige Photovoltaikfassade. Die intelligente Hülle aus hocheffizienten PV-Modulen schafft eine hochwertige Verbindung von Nachhaltigkeit und Eleganz. Insgesamt liefern 1.500 Quadratmeter Solarfassadenfläche rund 180.000 kWh/Jahr. Damit deckt der Neubau seinen Energiebedarf für den Eigenbetrieb und ist ein energieautarkes Büro- und Verwaltungsgebäude. Die eingesetzten Standard-PV-Module lassen sich mit geringem Aufwand austauschen und somit lässt sich ein langlebiger Betrieb der Anlage sicherstellen.

Der von den PV-Elementen erzeugte Gleichstrom wird über die Wechselrichter direkt in das „Hausnetz" eingespeist. Die Wärme- und Kälteerzeugung erfolgt rein elektrisch über zwei Wärmepumpen und zwei Kältemaschinen. Überschüssige Leistung wird in das öffentliche Netz eingespeist.

Einen weiteren nachhaltigen Beitrag im Sinne einer langfristigen Nutzung des Bürogebäudes leistet seine zeitlose Ästhetik: Die klassischen Proportionen des übergeordneten Fassadenrasters werden durch Rahmenelemente in einem metallischen Farbton in einem warmen Ton einfasst. Dadurch bekommt die sonst durch Fenster und PV-Elemente gläserne Hülle eine angenehme und hochwertige Rhythmisierung.

Bei dem Interiordesign haben die Planenden von D J H den Fokus auf minimalistische Eleganz und nachwachsende Rohstoffe gesetzt: Im Foyer werden Besuchende von warmen Holzpaneelen und hellen Lichtbändern empfangen. Ein weiteres Gestaltungsprinzip ist die Beschränkung auf das Wesentliche und die Betonung von Elementen des Rohbaus. Die Kühldeckensegel sind in den Büroflächen offen abgehängt und die lasierte Betondecke wurde bewusst sichtbar gelassen.

Durch einen hohen Grad von modularer Vorfertigung aller Komponenten konnte das Hochhaus in einer Bauzeit von 15 Monaten fertiggestellt werden. Der wegweisende Bau wurde schon vor Fertigstellung vollständig und ohne Restflächen vermietet, und konnte im gesetzten Budget umgesetzt werden.