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Grellmann Kriebel Teichmann

Klosteranlage St. Michael, Bamberg 2013

Foto: Gerhard Hagen
Foto: Gerhard Hagen
Das ehemalige, im 11. Jahrhundert gegründete und hochwertig ausgestattete Benediktinerkloster St. Michael ist stadtbildprägend und ein bedeutender Bestandteil des UNESCO-Welterbes „Bamberger Altstadt“. Die Abtei- und Konventgebäude sowie der Wirtschaftshof des Klosters wurden im 18. Jahrhundert nach Plänen Johann Leonhard Dientzenhofers errichtet.
Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege würdigt die ehemalige Klosteranlage - nicht zuletzt aufgrund der noch heute nahezu ungestörten Struktur - als ein Denkmal europäischen Ranges.
Zielstellung der Generalsanierung war, die ehemals als Alten- und Pflegeheim genutzten Gebäudeteile unter Einsatz begrenzter finanzieller Mittel zu einem städtischen Verwaltungsgebäude umzunutzen und gleichzeitig den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit, Denkmalpflege und dem eigenständigen Weiterbauen unter Verwendung zeitgenössischer Architekturbauteile zu schaffen.
So entstand hier aus dem Respekt gegenüber den alten Baumeistern und der hohen Qualität des Hauses die Idee der baulich einfachen, kostengünstigen und reversiblen „Bamberger Arbeitsinsel“ - ein Installationspodest, unter dem sämtliche Installationsleitungen geführt werden und auf dem die gesamte Arbeitsplatzmöblierung Platz findet.
Dieses Podest wird fast ohne Eingriff in die historischen Räume eingestellt
und nimmt die gesamten, komplett neu zu verlegenden Installationsleitungen der Bereiche Elektro/EDV und Heizung auf. Die Raumschalen bleiben unangetastet und erhalten lediglich einen neuen Anstrich mit Leim oder Leim-/Dispersionsfarbe (jeweils abhängig von der Befundlage). Die Gebäudeeckbereiche dienen teilweise der Unterbringung von Sondernutzungen, z.B. Besprechungsräume, Serviceräume, etc.
Die Erfindung für das Baudenkmal haben die Architekten Grellmann Kriebel Teichmann beim Deutschen Patent- und Markenamt als Gebrauchsmuster (Nr. 20 2013 006 819.1) erfolgreich angemeldet.