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Architektengruppe Kist Waldmann & Partner (KWP)

Erweiterung Geschäftsstelle Keppler-Stiftung in Sindelfingen

Büroerweiterung mit neuem Haupteingang bindet Bürobestand aus den 70ern über Glasverbindungsgang an
Peter Schmidt Photodesign, Notzingen
Peter Schmidt Photodesign, Notzingen
Ort
Sindelfingen
Gebäudekategorie
Büros, Banken
Bauvorhaben
Erweiterung
Jahr der Fertigstellung
2019
Material Fassade
Putz
Die Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung ist Trägerin von Altenhilfeeinrichtungen zur Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen. Die Geschäftsstelle befindet sich in Sindelfingen an der Warmbronner Straße, innerhalb einer parkartigen Anlage, in unmittelbarer Nähe zum Seniorenzentrum Haus Augustinus.

Um zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Büroarbeitsplätze am zentralen Standort zur Verfügung stellen zu können, wurde die Architektengruppe Kist Waldmann & Partner beauftragt, innerhalb des vorhandenen Planungsrechtes und des vorgegebenen Kostenrahmens einen Erweiterungsbau zu realisieren, der den räumlichen Anforderungen der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung gerecht wird.

Es entstand ein Erweiterungsbau mit zentralem Haupteingang. Die neuen Räume wurden mit einem verglasten Gang an das Bestandsgebäude aus den 1970er Jahren angebunden und zu einer Einheit zusammengefasst. Die schlichte, zeitlose Architektursprache mit dreigeteilten Lochfenstern und geschlossenen Brüstungen, sowie das Achsraster, wurden zugunsten einer Gesamtgestaltung vom Altbau übernommen. Zur Gliederung und optischen Reduzierung der Gebäudemasse ist das Dachgeschoss zurück gestaffelt gestaltet und die oberste Fensterreihe bandartig zusammengefasst. Der Zugangsbereich im Norden wurde gestalterisch betont.

Im Erdgeschoss und Obergeschoss entstanden beidseitig einer zentralen Erschließung neue Büroräume mit Ost- bzw. Westorientierung. Im Dachgeschoss steht für Veranstaltungen und Besprechungen ein großzügiger Konferenzraum zur Verfügung, bei Bedarf ist eine Raumaufteilung mit einer mobilen Wand möglich. Eine neue, offene Teeküche und eine großzügige, teilüberdachte Dachterrasse laden zur Kommunikation ein.

Der Erweiterungsbau wurde als Stahlbeton-Skelettbau mit Wärmedämmverbundsystem errichtet.
Im Gebäudeinneren werden die Lasten über einen massiven Erschließungskern und lediglich zwei Stahlbetonstützen abgetragen. Die Innenwände wurden nichttragend in Trockenbauweise realisiert, was eine hohe Flexibilität für künftige Änderungen der Büroraumaufteilung ermöglicht, ohne Eingriffe ins Tragwerk.
Die Baumaterialien wurden funktional und zeitgemäß gewählt.