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Fischer Architekten

Uraniastrasse 9, Zürich

Gerry Amstutz
Gerry Amstutz
Ort
Zürich
Gebäudekategorie
Büros, Banken
Bauvorhaben
Umbau
Jahr der Fertigstellung
2020
Material Fassade
Werkstein
Das Geschäftshaus an der Uraniastrasse 9, das im Erdgeschoss die Brasserie Lipp und im Turm die Sternwarte beherbergt, ist Teil der von Gustav Gull entworfenen und geplanten «Urania-Achse» inmitten der Zürcher Kernzone. Fischer Architekten haben eine Machbarkeitsstudie für die Gesamtsanierung des Gebäudes erarbeitet und in einem ersten Schritt die Büroflächen des ersten und zweiten Obergeschosses saniert.

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Das 1907 eröffnete Geschäftshaus an der Uraniastrasse 9 in Zürich steht exemplarisch für den repräsentativen Späthistorismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Unter den zahlreichen Bauten, mit denen der Architekt Gustav Gull bleibende städtebauliche Akzente setzte, nimmt es eine Sonderstellung ein: Der über 50 Meter hohe Turm beherbergt die erste Sternwarte der Schweiz, und in Zürich ist das Gebäude als erster Betonbau bekannt. Seit 1989 steht das Geschäftshaus unter Denkmalschutz. Die bauzeitliche Substanz im Innern ist jedoch weitgehend zerstört, nur das Treppenhaus ist im Bestand noch unverändert sichtbar.

Die Bauherrschaft beauftragte Fischer Architekten mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie für eine Gesamtsanierung des Gebäudes, zu dem ein Annexbau an der Oetenbachgasse 6 aus dem Jahr 1904 zählt. Das Konzept sieht eine Sanierung «back to the roots» vor, um den verloren gegangenen kunst- und kulturhistorischen Charakter des Geschäftshauses zurückzugewinnen.

Auf der Grundlage der Machbarkeitsstudie wurden in einem ersten Schritt die Büroflächen im ersten und zweiten Obergeschoss saniert. Die Arbeiten beschränkten sich mit Blick auf eine hohe Nutzungsvariabilität auf den Grundausbau. Bestehende Einbauten und Verkleidungen wurden bis auf den Rohbau zurückgebaut, die WC-Anlagen erneuert und die Raumorganisation optimiert.