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Gerber Architekten

Zentrum für Integrative Infektionsforschung der Universität Heidelberg

Foto: HG Esch
Foto: HG Esch
Ort
Heidelberg
Gebäudekategorie
Hochschulen
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2017
Material Fassade
Werkstein
Mit dem neuen Zentrum für Integrative Infektionsforschung - Centre for Integrative Infectious Disease Research (CIID) verfolgt die Universität Heidelberg einen in Deutschland bisher einmaligen Ansatz: in Kombination modernster Methoden der Biophysik, Physikalischen Chemie, Chemischen Biologie und Nanotechnologie wird exzellente Grundlagenforschung an medizinisch bedeutsamen Infektionserregern betrieben. Gerber Architekten aus Dortmund realisierten, den mit dem 1. Platz ausgezeichneten Entwurf, der heute eingeweiht wird.

Die Integration unterschiedlicher Disziplinen wird durch die Arbeit in gemeinsamen Labor- und Bürobereichen sowie durch die gemeinsam genutzte Infrastruktur gefördert. In unmittelbarer Nachbarschaft zu führenden Forschungseinrichtungen der Medizin und der Naturwissenschaften, fügt sich der Neubau wie ein Schlussstein in die bestehende Baustruktur eines 60er-Jahre Clusters, dem Theoretikum, auf dem Campus der Heidelberger Universität ein. Gleichzeitig präsentiert sich das neue Gebäude mit seiner klaren Kubatur und der eleganten anthrazitfarbenen Fassade sehr eigenständig. Die unterschiedlich großen Fensteröffnungen auf der Südseite sowie durchgehende Fensterbänder im Norden bestimmen das Fassadenbild mit. Ein aus der Fassade hervorspringendes, über zwei Geschosse gehendes Fensterelement, lenkt den Blick direkt in den vor dem Gebäude liegenden botanischen Garten hinein. Auf der Eingangsseite des Zentrums lässt die vollverglaste Erdgeschosszone das Gebäudevolumen des CIID nahezu schweben.

Im Inneren wird diese Forschungseinrichtung durch eine orientierungsgebende Magistrale mit dem geschossübergreifenden hellen Luftraum sowie der offenen Kaskadentreppe in einen Forschungs- und Verwaltungsbereich unterteilt. Mit diesem über alle Geschosse durchlaufenden Weg soll die notwendige Kommunikation, der Austausch der Wissenschaftler auf ihren Wegen und Begegnungen im Gebäude gefördert werden. Darüber hinaus ist unter dem durchlaufenden Luftraum der Treppenmagistrale die Durchlüftung der nächtlichen natürlichen Kühlung möglich. Dabei sind die Labore nach Norden hin orientiert, die Büro- und Besprechungsräume mit Blick in den Botanischen Garten nach Süden. Im inneren dunklen Kern des Gebäudes sind die Technik- und sonstigen notwendigen Nebenräume untergebracht. Zudem ermöglicht eine zweigeschossige Brücke eine Verbindung zu einem der Nachbargebäude und schließt damit direkt an das „Theoretikum“ an.