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UHLANDSCHULE MANNHEIM GANZTAGESERWEITERUNG

Ort
Mannheim
Gebäudekategorie
Schulen
Bauvorhaben
Neubau
Jahr der Fertigstellung
2013
Material Fassade
Glas
Architektenpreis
Hugo Häring Auszeichnung 2014
Baukulturpreis Mannheim 2015
Die Stadtverwaltung Mannheim beschloss 2008 die Erweiterung des Grund- und Werkrealschulbereichs der unter Denkmalschutz stehenden Uhlandschule Mannheim zur Ganztagesschule mit einer Programmfläche von 1.800m². Die optionale Integration einer viergruppigen Kindertagesstätte in das architektonische Gesamtkonzept sollte planerisch berücksichtigt werden.

Die Vernetzung der einzelnen Ganztagesbereiche untereinander und mit dem denkmalgeschützten ehrwürdigen Altbau, den Außenanlagen und der angrenzenden Quartiersumgebung sowie die damit einhergehende Schaffung einer neuen geschützten Mitte im Gesamtensemble wurde zum zentralen Entwurfsthema.

Die Ausformulierung des Raumprogramms der Ganztagesbereiche für Grund- und Werkrealschule sowie der gemeinsam genutzten Flächen der Mensa in drei Einzelbaukörper bildete dazu die pragmatische Handlungsstrategie. Diese Vorgehensweise ermöglichte gleichzeitig die Schaffung eines großen zentralen Pausenhofes sowie mehrerer zwischen den Baukörpern liegender „halböffentlicher“ Innenhöfe. Grundlage und Ausgangspunkt für die spezifische Anordnung der polygonalen Baukörper auf dem zur Verfügung stehenden Grundstück bildete dabei der besondere räumliche Charakter der durch Vor- und Rücksprünge kleinmaßstäblich ausgeformten Rückseite des Altbaus: Über die neu gegliederte Freianlage entstand somit ein komplex verknüpftes und dabei dennoch übersichtliches Gesamtensemble aus Altbau, erhaltenswertem Baumbestand und pavillonartigen Neubauten mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und Aufenthaltsqualitäten für die zukünftigen Nutzer.
Alle Baukörper und Freiräume werden durch ein mäandrierendes Band aus transluzenten glasfaserverstärkten Kunststoffplatten (GFK), deren verschiedene Grüntöne dem Blätterdach der Platanen entlehnt sind, miteinander verbunden: Diese „Raumschleife“ bildet einerseits im Bereich der Gebäude die schimmernden Fassaden und in den Zwischenräumen ein durchscheinendes, Innen und Außen geheimnisvoll verknüpfendes Interface.

Hugo-Häring-Auszeichnung 2014